rawulf
die liebe ist ein rauschmittel und gibt die kraft, hürden zu nehmen, vor denen wir sonst erstarren würden. sie beschleunigt unser leben und gibt ihm eine richtung. sie gibt uns widersprüchliche, schmerzlich-lustvolle gedanken ein und weckt ungeahnte hoffnungen. neue ziele werden ihretwegen gefunden. so wie der süchtige seine droge, liebt der liebende die liebe. aber wie dieser haßt er sie auch, als das, was ihn abhängig macht, seine ganze existenz bedingt. der liebende kennt kein maß, er kann sich im lieben keine grenze setzen. wer sich aber selbst nicht beschränken kann ist unfrei, ist sklave seiner sehnsucht. herr ist er nur über seinen eignen schmerz und er bindet ihn an seine liebe, an seine größte angst: zu leben in liebloser welt. er glaubt, dann wie ein abgeschaltetes radio sein müssen - vorhanden und doch tot. er peinigt sich mit seiner furcht, um sich der liebe zu vergewissern; er führt die liebe an ihren rand, um sich gegen ihr ende abzuhärten; er fordert entscheidungen, vor deren ergebnis er sich fürchtet. doch in all dem sieht er nur sich selbst. wenn liebe aus dem ich und dem du ein WIR machen soll, muß der erste schritt versuchte selbstlosigkeit sein. später dann, kann er zurückkehren zu einem ganzen anderen: dem gemeinsamen.
aber nur menschen die es wagen zu verletzen, müssen nie wirklich jemandem wehtun. wer sich nicht traut, dem anderen kummer zu bereiten, wird die unwahrheit sprechen müssen. wahrheiten sind umso wahrer, je mehr sie beanspruchen, fordern und womöglich verwunden. hier muß der liebende springen: aus seiner furcht vor verlassenheit und dem daraus folgenden wunsch, den anderen zu schonen, heraus. sein sprung hat ein ziel, das heißt vertrauen. er muß sich selbst vertrauen, denn er muß an seine kraft glauben, auch notfalls lieblos leben zu können. er muß dem du vertrauen und seiner liebe glauben. für die notwendige kraft gibt es keine grundlage, keinen angelpunkt, keine stütze, außer ihrer unentbehrlichkeit.
neben allem glück das die liebe schenkt, fordert sie also zwei große anstrengungen: aus der sucht nach liebe, die immer selbstsucht ist, herzugehen zu einer liebe der geteilten welt; einer welt in der du und ich platz haben; einer welt die dir und mir gehört und die unsere liebe sein soll. dann fordert sie den mut zu vertrauen und aufrichtigkeit, ohne die unserer welt der boden fehlt. ich vertraue dir aufrichtig und weiß darum, wieviel kraft du brauchst.
aber nur menschen die es wagen zu verletzen, müssen nie wirklich jemandem wehtun. wer sich nicht traut, dem anderen kummer zu bereiten, wird die unwahrheit sprechen müssen. wahrheiten sind umso wahrer, je mehr sie beanspruchen, fordern und womöglich verwunden. hier muß der liebende springen: aus seiner furcht vor verlassenheit und dem daraus folgenden wunsch, den anderen zu schonen, heraus. sein sprung hat ein ziel, das heißt vertrauen. er muß sich selbst vertrauen, denn er muß an seine kraft glauben, auch notfalls lieblos leben zu können. er muß dem du vertrauen und seiner liebe glauben. für die notwendige kraft gibt es keine grundlage, keinen angelpunkt, keine stütze, außer ihrer unentbehrlichkeit.
neben allem glück das die liebe schenkt, fordert sie also zwei große anstrengungen: aus der sucht nach liebe, die immer selbstsucht ist, herzugehen zu einer liebe der geteilten welt; einer welt in der du und ich platz haben; einer welt die dir und mir gehört und die unsere liebe sein soll. dann fordert sie den mut zu vertrauen und aufrichtigkeit, ohne die unserer welt der boden fehlt. ich vertraue dir aufrichtig und weiß darum, wieviel kraft du brauchst.