Kuss

Teja
Es war abend geworden. Kurz bevor er an ihre Hotelzimmertür klopfte, schweiften seine Gedanken zum gestrigen Tag zurück. Es war ein unglaublich schöner Tag gewesen. Sie hatten gelacht und gescherzt, hatten sich gegenseitig geärgert und herumgealbert. Wie jedes Jahr mussten sie wegen der Arbeit ein paar Tage hier sein. In der Nacht die Stadt unsicher machen. Dieses Mal war es anders. Sie hatte es ausgesprochen. „Es kann gefährlich werden.“ Er hatte sie nur angesehen und genickt. Ja, gefährlich. Er klopfte und trat ein.
Sie saß auf dem Bett und drückte an der Fernbedienung des Fernsehers herum. Als er hereinkam, lächelte sie. „Ich habe einen guten Film gefunden.“ Ihm entging nicht, dass ihre Stimme leicht zitterte. Was tat er nur? Heute würde etwas passieren. Sie wußten es beide. Und beide versuchten sie, es zu verbergen. Mit einer Unbeschwertheit, die ihn selbst überraschte, setzte er sich neben sie. Vorsichtig, damit sie es nicht merkte, sog er ihren Geruch ein. Wann hatte es angefangen? Er wußte es nicht. Sie war seine Kollegin gewesen, später eine Freundin, dann seine beste Freundin. Sie wußten alles voneinander, es gab absolut nichts, was er ihr nicht erzählen würde. Er war ihre Anlaufstelle, wenn es Probleme gab. Im Büro kursierten Gerüchte über sie. Sie hatten darüber gelacht, sich darüber amüsiert. Wann war es passiert? Wann hatte er sich in seine beste Freundin verliebt? Er wußte es nicht. Wieso war es ihnen nicht schon früher aufgefallen? Wieso konnten sie nicht darüber reden? Nur dieser eine Satz: „Es kann gefährlich werden.“
Sie lehnte sich an ihn und wie selbstverständlich legte er einen Arm um sie. Sie blickte zu ihm hinauf und in ihren Augen sah er, was sie für ihn empfand. Er riss sich von dem Anblick los, versuchte sich auf den Film zu konzentrieren. Sie hat einen Freund, hämmerte es in seinem Kopf. Er hatte ihr damals sogar zu ihm geraten. Genau hier in diesem Zimmer hatte er ihr vor einem Jahr gesagt, sie solle es mit ihm versuchen. Und es war eine gute Entscheidung gewesen. Er liebte sie von ganzem Herzen.
Wieder sah er in ihre Augen. Er riss sich diesmal nicht los, sah sie nur an, spürte ihre Wärme. Ihre Gesichter näherten sich, verharrten kurz, dann drehte sie ihren Kopf beiseite. „Sie ist sich auch nicht sicher“ , ging es ihm durch den Kopf. Es bringt nichts, alles, was wir jetzt haben, aufs Spiel zu setzen.
Wieder diese Augen. „Jetzt kann ich noch aufstehen und gehen,“ dachte er sich, „aber ich will nicht. Wieso sagt sie nicht, dass ich gehen soll?“ Wieder rückten sie näher. Diesmal war er es, der zurückzuckte. Ein letztes Aufbäumen seines Verstandes. „Sag mir, dass ich verschwinden soll, bitte!“ Seine Stimme war heiser, krächzend. Sie sagte nichts.
Wieder Augen. Eine Sekunde wie eine Ewigkeit. Er fasste sie am Hinterkopf, strich durch ihre Haare, liebkoste mit dem Daumen ihre Wange. Er sollte gehen. Langsam zog er sie näher. Er hätte gehen sollen. Er spürte ihren Atem. Er hätte ... Sanft berührten sich ihre Lippen. Und stumm gestanden sie sich ihre Liebe.
Let_me_love
uihhhhhhhhhhhh das ist schön lol Biglove
*eNgElChEn*
echt schön!! Respekt
Becke
Sehr gut Zwinkern
SmilingAngel
wunderschön *smile*
Maya
Herz ai is des zöööön smile
Teja
Danke euch!
*Teufelchen*
och wie schön..... :herzsmilie: schön geschrieben!
SouLLady
schön großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen
coconutgirl87
ohhh ja das is wunderschööööön!!! verliebt2
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