madru
So, nun habe ich die Spielregeln bis zu letzt ausgereitzt, aber ich habe meine 10 Rätsel erstellt.
Zählen die Lösungen nun für die Rangliste in diesem oder im nächsten Quartal?
Und wenn wieder erwarten ein Rätsel nicht gelöst wird, wo zählen dann meine Punkte hin - Fragen über Fragen, aber Mirei wird schon eine Antwort haben und dann verschwinden.
Ich freue mich schon, wenn sie wieder da ist und berichtet!
Ach ja, ich habe die Rätsel nicht selbst erstellt, ich kann sie zwar lösen aber Rätsel erfinden gehört nicht zu meinen Stärken... Ich habe verschiedene Quellen genutzt - Bücher, Aufzeichnungen, Internet. Aber denkt dran, das Lösen sollte nur mit Denken erfolgen!
Aber hier erstmal das 10. Rätsel:
In einer nebeligen Nacht, wollen zwei Ganoven den Zugführer und
den Lokführer eines Zuges erschiessen.
Der Zugführer befindet sich am Ende des Zuges, im letzten Wagen.
Der Lokführer befindet sich natürlich vorne auf der Lokomotive.
Der Zug fährt mit hoher Geschwindigkeit und ist 150 Meter lang.
In 150 Meter Abstand voneinander stehen die beiden Ganoven ganz
dicht an der Bahnlinie und erschiessen ihre Opfer aus nächster Nähe.
Ein Reisender der sich genau in der Mitte des Zuges befindet, sagt
später aus, das er die Schüsse gleichzeitig also zur selben Zeit gehört hätte.
Ein Bahnwärter jedoch, der in seinem Häuschen genau zwischen den beiden Ganoven
stand, beschwor später, daß die Schüsse nicht gleichzeitig gefallen sind.
Nach seiner Aussage sei zuerst der Zugführer, dann der Lokführer erschossen worden.
In diesem Gerichtsfall befinden wir uns nun, und die Anwälte beider
Parteien (die im übrigen ziemlich helle sind), sind sich einig, daß sich nun
entweder der Reisende oder der Bahnwärter geirrt hat.
Welcher der beiden Zeugen hat Recht????
Angel
Ich würde sagen der reisende hat recht.
Weil wenn er genau in der mitte des zuges sitzt und die ganoven sich in genau 150m abstand hingestellt haben, dann erschießen sie den zugführer und den logführer ja gleichzeitig.
madru
Falsch! Aber ich verate nicht ob die Begründung oder die Person falsch ist...
micha
Eigentlich haben beide Unrecht... Der Bahnwärter müsste beide Schüsse zur gleichen Zeit gehört haben - denn die Ganoven haben gleichzeitig geschossen, und ihr Abstand entspricht dem des Zuges. Da Bahnwärter und Ganoven ihre Lage zueinander nicht ändern, müsste der Bahnwärter beide Schüsse gleichzeitig gehört haben.
Der Reisende hat eigentlich Unrecht, weil er sich mit einer Relativgeschwindigkeit zu den Ganoven bewegt. Wenn der Schall von außen kam und man annimmt, dass die Luft außen ruht, dann kann er die Schüsse nicht gleichzeitig gehört haben. Wenn sich der Schall dagegen durch den Zug fortgepflanzt hat, dann hätte er sie doch gleichzeitig gehört und damit Recht. Die Luft im Zug bewegt sich mit diesem mit, also braucht der Schall von beiden Ereignissen gleich lang.
Also von der Warte würde ich sagen, der Wärter hat gelogen.
Interessant wird die Frage, wenn der Zug sich mit annähernder Lichtgeschwindigkeit bewegt hätte... Dann käme die Längenkontraktion zum Zuge, und die würde sich dann schon auswirken... Interessante Rechenaufgabe
madru
Es wird nirgens in der Aufgabe gesagt, dass die beiden unbedingt gleichzeitig geschossen haben... Der Knall wird auch an der Mündung der Waffen erzeugt, somit ist die Fortpflanzung des Schalls im Zug irrelevant. Und nein, der Zug fährt nicht mit Lichtgeschwindigkeit! Und vielleicht sagen ja beide die Wahrheit?
Aber so ist es leider nicht richtig, Micha...
mirei
madru, mein kompliment, das ist sich ja noch ausgegangen

ich habe bis jetzt immer so gerechnet, dass der punkt in das quartal zählt in dem die lösung kam. sollte ein rätsel nicht gelöst werden so zählt der punkt für den autor in das quartal in dem wir uns befanden als die frist ablief (nach der das rätsel geschlossen wurde).
zu dem rätsel habe ich keine ahnung
Mars
ich rate mal:
beide haben Recht!
ich hab nicht alle antworten gelesen , tut mir leid, falls meine antwort doppelt nun ist.
Der Zug fuhr durch einen tunnel.
der eine mörder schoss im tunnel (da stand er) der andere stand draußen .... eine person im tunnel (der eine zeuge) hörte das anders (akkustisch) , als der im Häuschen draußen ....

wie das physikalisch nun genau geht hab ich keinen plan ... ich hasse Physik
madru
Nee, freie Strecke... Aber Akustik und Physik sind schon gute Gedanken...
Meni
Es könnten beide recht haben, denn wenn der Lokführer zuerst erschossen wird und Bruchteile von Sekunden später der Zugsführer, so könnten für den Passagier in der Mitte durch den Dopplereffekt ein Gefühl der Gleichzeitigkeit entstanden sein, während der Bahnwärter vom Dopplereffekt nicht betroffen ist, da dieser sich bei beiden Schüssen gleich auswirkt und somit aufhebt.
micha
*korrigiert*
Der Dopplereffekt beschreibt nur die Frequenz(!)änderung des Schalls, der von bewegten Sendern ausgesendet wird. Man sollte sich vielleicht nochmal die Bezugssysteme angucken - und das Medium, in dem sich der Schall fortpflanzt
madru
Tja, so ein bisschen hat Meni ja recht... keiner der beiden lügt wissentlich, beide beschreiben ihre Wahrnehmung. Eine Aussage stimmt aber nicht mit dem wahren Geschen überein.
Mit dem Dopplerefekt hat es allerdings überhaupt nichts zu tun - hat Micha ja auch schon erklärt was der Dopplerefekt ist.
invisible
um jetzt mal wieder von der theorie in die praxis zu kommen (

): was spielt es für eine rolle, wer zuerst erschossen wurde? beide sind tot und die täter sind überführt..ob sich jetzt ein zeuge denkt, dass erst a und dann b erschossen wurde oder andersrum, spielt eigentlich keine große rolle oder?
und wieso sollte man sich neben eine bahnstrecke stellen um den lokführer/zugführer zu erschießen? wie hoch wäre die wahrscheinlichkeit, dass man die personen trifft?
fragen über fragen...
Meni
Meinte natürlich nicht den Dopplereffekt, sondern die Relativitätstheorie -> Bezugssysteme.
Peinlich, peinlich
Demnach stimmt aber die Aussage des Passagiers nicht mit dem wahren Geschehen überein.
madru
Ich dachte die Relativitätstheorie ist was anderes...
Aber mit dem Reisenden hast Du recht.
Die ganze Geschichte hat nur etwas mit der Ausbreitung der Schallwellen zu tun.
Wenn ich mich recht erinnere, dann breitet der Schall sich in der Luft mit ca. 330m/s aus. Somit benötigt der Knall zu dem Bahnwärter in der Mitte zwischen den Schützen jeweils ca. 0,25 Sekunden. Der Reisende im Zug bewegt sich nun mit einer hohen Geschwindigkeit von dem einen Schützen weg auf die andere Schallquelle zu. Wenn nun beim Reisenden der Knall gleichzeitig ankommt, dann muss der Schütze am ende des Zuges früher geschossen haben als der an der Spitze. Somit hört der Bahnwärter 2 Schüsse und der Reisende nur einen.
Jemand der mehr Ahnung von Mathe hat als ich, der kann das genau ausrechnen wenn wir die Geschwindigkeit des Zuges definieren, z.B. Mit 180 km/h.
bine-maja
Punkt für Meni - habsch eingetragen
aber nach Rätselerweiterung... viel spass beim lösen
madru
Falls jemand den Punkt für die Rechnung haben möchte...
Ich lass die Aufgabe noch bis zum Sonntag offen, wenn dann niemand die Laufzeiten des Schalls errechnet hat, dann machen wir die Aufgabe ohne Zusatzpunkt zu...
bine-maja
Ohne extra Punkt
***closed***
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