Rabenmaedchen
... an meinem Geisteszustand.
Ich hab jetzt seit Ostern nicht mehr geritzt und bin auch total glücklich in der Beziehung mit Lost. Vor allem, weil ich da einfach ich sein kann.
Gut... Aber inzwischen entdecke ich einige Seiten an mir, die mich wirklich zweifeln lassen.
Ich hatte ja schon immer den Hang zum Makabren. Aber das, was ich derzeit tue, übersteigt alles bisher dagewesene. Ich sehe mir Bilder von blutenden Menschen an. Von Menschen die sich selbst verletzen.
Natürlich triggert mich das ganze auch, aber das hab ich komischerweise unter Kontrolle.
Blutige Filme finde ich zum Lachen. (nicht so weil sie vielleicht eine lustige Szene enthalten oder einfach stellenweise witzig sind). Sondern weil ich LUSTIG finde.
Ich schreibe neben den Gedichten auch RPG. (der unknown Spammer wird wissen was es ist)
Früher als es mir schlecht ging, bin ich immer sehr hm... brutal mit meinen Charaktären umgegangen. Jetzt ist es wieder so. Aber anders. Ich bin anders brutal. Viel.. Hm... Ich weis nicht wie ich es ausdrücken soll.
Ich fühle mich zu makaberen, morbiden Sachen hingezogen, ohne selbst den Drang zu verspüren zu sterben. Ich finde sie nicht makaber oder morbid, sondern mal abgesehen dass sie teilweise ein Teil von mir sind, finde ich sie irgendwie... belustigend...
Und genau das lässt mich an meinem Geisteszustand zweifeln.
*eNgElChEn*
vielleicht verarbeitest du so die zeit??
dsa du das was dich mal so verletzt hat und dir so weh getan hat jetzt halt so siehst??
Lucky
Ich lache auch oft über blutige Filme, weiß garnicht warum.
- björn
micha
Vielleicht zweifelst du nach den folgenden Zeilen an meinem Geisteszustand

, aber ich möchte es dir wenigstens mal vorgeschlagen haben:
Es hängt davon ab, womit du deine Seele, dein Unterbewusstsein "fütterst". Das, was du oft siehst, womit du dich beschäftigst, wird ein Teil von dir, verfolgt dich in vielen Bereichen deines Lebens. Du postest Bilder, die eigentlich eher abstoßend und hässlich sind. Du schaust sie dir ja auch gern an. Ich weiß nicht, inwiefern Musik dazu beiträgt. Horrorfilme, Rollenspiele (?), allgemein der Hang zum Dunklen, Mystischen. Es verändert einen.
Was tun? Ich würde sagen, radikal (und nicht nur halbherzig!) Sachen aus deinem Leben verschwinden lassen, die eben makaber und morbide sind. Räum deine Festplatte auf, lösche dein Bildarchiv. Gib die Rollenspiele auf (ich weiß nicht genau, was da so läuft, aber es wird wohl eine Ursache sein). Lass die Farbe schwarz aus deinem Leben, aus deiner Kleidung verschwinden und ersetze sie durch Helles, Freundliches. Das gilt im übertragenen Sinne auch für alle Lebensbereiche. Beschäftige dich mit schönen Dingen, nicht mit Hässlichem. Keine Bilder von Blut und Wunden mehr, sondern wunderschöne Natur und Sonnenuntergänge.
Natürlich heißt das, dass du dein Leben umkrempeln musst. Du musst dich auch innerlich ganz klar vom Dunklen abgrenzen. Du willst es nicht mehr, es darf dich nicht gefangen nehmen. Du bist eine eigenständige Person.
Also kämpf
Wenn du möchtest, beten wir, das heißt mein Haus- und der Gebetskreis und ich selbst für dich. Denn das wird nicht einfach...
Phoenix1
also verrückt wirst du mal nicht das wird dir jeder psychiater bestätigen
Grund: kein Geisteskranker zweifelt an seinem Geisteszustand
Jeder macht mal so ne Phase durch denk ich mal... hatte auch ne Phase da hab ich mich auch zum okkulten hingezogen gefühlt und jetzt hab ich grad ne phase da schau ich mir gern Horrofilme an. meine Güte -> nix schlimmes solang man zwischen fiktion und realität unterscheiden kann
micha
Der Unterschied zwischen ihr und dir: Sie macht sich bereits selbst Sorgen. Ich weiß nicht, inwiefern du welche hattest
Rabenmaedchen
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Original von micha. Gib die Rollenspiele auf (ich weiß nicht genau, was da so läuft, aber es wird wohl eine Ursache sein). |
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Und damit das Geschichten schreiben aufgeben? Die Geschichten, die mir über die schwersten Zeiten meines Lebens geholfen haben? (es geht dabei nicht nur um das Spiel sondern ich schreib ja auch rpg.
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Lass die Farbe schwarz aus deinem Leben, aus deiner Kleidung verschwinden und ersetze sie durch Helles, Freundliches. |
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Also das ist ja schon *g* Ich trage eigentlich sehr selten schwarz ^^
Da kannst du einige Leute hier fragen.
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Wenn du möchtest, beten wir, das heißt mein Haus- und der Gebetskreis und ich selbst für dich. Denn das wird nicht einfach... |
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Hm... ICh glaube zwar selbst nicht an Gott, aber es ist schön wenn es andere tun... Und vielleicht könntest du ja... bitte... Wenn ich es schon nicht selbst tu...
micha
Ok... Ich fange ab sofort damit an, und der Hauskreis am Mittwoch. Wir werden dich nach Kräften unterstützen
Zu den Rollenspielen kann ich nichts sagen. Du bist ein kluger Mensch, und du wirst allein wissen, was dir schadet und was nicht. Du musst nur absolut ehrlich zu dir sein, das ist alles
Emili
@rabenmädchen ...also ich kann dich gut verstehen bei mir hat das ganze so ca vor anderthalb jahren angefangen das ich gemerkt habe mir gefallen auf einmal sachen die ich vorher hässlich oder abstossend fand..ich denke es hat viel mit musik und auch filmen zutun genau wie micha schon sagte....das daß womit man sich beschäftigt einen beeinflusst..also zum beispiel fühle ich mich in anderen sachen als schwarz garnich mehr wohl.....aber noch fühle ich mich wohl bei der sache...wer weiss was noch kommt ...ich denke irgendwo ist eine grenze und dann muss man selber einen cut machen wenn man das erkennt...glaub nich das einem da irgendjemand anders gross helfen kann
Rabenmaedchen
Ich trage kein Schwarz. Und ich will mich auch nicht schwarz kleiden.
Und die Musik. Sie ist inspirierend... Sie gefällt mir, ist ansprechend. Genauso wie ich jede andere Musik sehen könnte. Für mich ist Musik hauptsächlich Geschmacksache und nicht ein "Seelenspiegel"
micha
Nun ja, aber Ähnliches gilt doch auch für die Bilder, oder? Geschmackssache oder Seelenspiegel?
Emili
ja das hab ich schon verstanden..ich denke nur das jeder mensch von einer bestimmten sache anders beinflusst wird...bei mir ist es zb die sache mit dem schwarz..und die texte dieser wie man so sagt dunklen musik handeln viel von makaberen sachen die von vielen nicht als normal angesehen werden...
Michael_Sascha
Hallo Rabenmädchen,
zweifel an einen selbst sind oft sehr konstuktiv. Du nimmst nicht einfach alles hin wie es ist, du fragst. Und das ist ein guter Ansatz.
Du sagst, du lachst über bestimmte Szenen. Wie ist dein Lachen? Ein eher wissendes, sarkastisches Lachen, ein hilfloses Lachen, ein befreites Lachen?
Du weißt, was hinter vielem steckt. Ich muss auch immer mal wieder lächeln, wenn ich die Hilflosigkeit in bestimmten Beiträgen spüre. Warum? Weil ich die Beweggründe am eigenen Leib und Geist erfahren habe. Weil ich weiß, dass viele der Gedanken von den Menschen, mit denen ich Kontakt habe zwar wichtig für sie im Moment sind aber im Grunde werden sie, sofern sie es schaffen, später über sich selber lächeln. Dies ist dann nicht abwertend gemeint, ich weiß es einfach, wie es ist.
Dir geht es bei diesen Szenen wahrscheinlich ähnlich. Was wollen die mir erzählen? ich weiß es doch. Ich hab es doch selber gemacht.
Du bist auf einem Weg, auf deinem Weg. Gehe ihn, du gehtst ihn für dich.
Ganz liebe Grüße & pada
Sascha
unknown Spammer
Ich sehe es persönlich nicht als Problem mit dem ganzen Blut usw. Ich hatte in meiner schwierigen Zeit auch oft irgendwie den Hang dazu meine Chars in den RPGs selbst zu verletzen...und ehrlichgesagt macht es mir heute auch garnichts aus. Ich sehe das was du tust eigentlich als Ablenkung zu dem was du selbst mal gefürchtet hast...du kannst heute über das Lachen was dich damals verzweifelt hat weil du es einfach nicht mehr selbst erleben kannst/willst...denk ich mir. Du kannst dir vorstellen wie lächerlich es vielleicht gewesen sein muss als du selbst in dieser Situation warst...
So stelle ich mir das vor...ich finde es persönlich eigentlich nicht so schlimm, weil ich weiß, dasses nur ein Spiel ist. Ich habe viel mit dir geredet und ich denke mir, dass viele hier eine antwort wissen, aber das dir keiner eine antwort geben kann die dir wirklich hilft. Michael Sascha geht das richtig an...er fragt einfach...denke das ist der richtige weg das zu ergründen wobei ich denke dasses so ist, wie ich mir das denke...überzeugung halt
Meni
Wie ich dich aus anderen Beiträgen kennengelernt habe ist es wohl kontraproduktiv Therapie vorzuschlagen, oder von Sublimierung frei nach Freu zu reden.
Positiv ist in jedem Fall, dass es dir selbstunangenehm auffällt, das verrät auch, dass es anscheinend nicht befreiend ist. Das ist besser als das was ich erst gestern mitanhörte "Und hast gscheid rumgekrackt" (bezogen auf das Geräusch, das häufig beim Rippenbruch während einer Reanimation auftritt.)
Es stimmt, solche Filme sind lustig, ich kann sie als ganzes nicht ernst nehmen.
Wie heißt es so wunderwunderschön: Die Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.
Hat irgendwie was Wahres! Ist gut so, dass es dir auffällt, nur so kannst du es zu deiner Zufriedenheit ändern. Mit oder ohne Hilfe, auf jeden Fall mit den Mitteln die dir am meisten liegen. (Frei nach Carl Rogers' Therapieansatz)