Michael_Sascha
Hallo,
nicht ganz einfach für mich, vor allem muss ich vorher die Hintergründe klären.....
Wie ihr vielleicht wisst war ich von März bis Mai in einer Klinik wegen meiner Probs durch den SMB. Dort lernte ich ziemlich schnell eine sehr liebe Frau kennen. Wir kamen uns immer näher, wobei sie sehr viel Initiative entwickelte. Sie selber ist auch ein herzensguter Mensch. Ich kam auch sehr schnell dahinter, warum wir uns gut verstanden: Wir waren zu dem Zeitpunkt die Beiden einzigsten Menschen mit einer solchen Problematik in der Klinik. Sowas schweißt zusammen. Sie selber hat durch ihre Erlebnisse sehr große Probleme (Angstpsychosen, körperliche Auswirkungen, schwerste seelische Probs). Wir kamen uns sehr nahe.
Nach der Klinik trafen wir uns auch noch zweimal (wir leben weit auseinander). Fast jeden Tag Telefonate. Im laufe der Zeit kämpfte ich immer mehr. Bei jedem Telefonat musste ich sie erst aufbauen bevr auch nur ein normales Wort gewechselt werden konnte. Direkte und indirekte Vorwürfe kamen, Tränen flossen (beidseitig), es wurde immer schlimmer. Direkt nach der Klinik hatte ich selber mit einer abartigen Depression zu kämpfen. Auch diese konnte ich geradeso überwinden, bin auf Jobsuche gegangen, hab alles Mögliche geregelt bekommen, hab meine Depression überwunden usw. Und dann täglich diese Telefonate. Es war ein Kampf ohne Ende.
Mit der zeit merkte ich bei mir, wie ich anfing dicht zu machen. Wir redeten nur noch von ihr, ich trat wie schon so oft in den Hintergrund. Sie verstand z.B. nicht, dass ich nich einfach mal so 100 Euro hinlegen konnte um zu ihr zu kommen. Ich hatte kein Job, mein Konto war nach der Klinik bis zum anschlag überzogen, ich war kurz davor, mein Haus, dass ich geerbt hatte, zu verlieren. Ich hätte auf der Straße gestanden mit einem Haufen Schulden und ohne Arbeit. Ich habe ihr das gesagt. Sie verstand es nicht. :ganztraurig:
Innerhalb von Juli bis Oktober habe ich das wichtigste geregelt. Jetzt habe ich wieder eine anständige Arbeit, das mit dem Haus klappt auch geradeso usw. Es war ein zusätzlicher Kampf für mich, neben den ja noch immer vorhandenen anderen Problemen.
Das ist die Vorgeschichte......
Es wurde immer schlimmer. Irgendwann merkte ich, dass meine Kräfte überfordert sind. Es ging nichts mehr. Bei mir häuften sich die Flashs wieder, satte Panikattacken kamen hinzu. Ich zog die Notbremse. Früher hätte ich es so weiterlaufen lassen. Dass kann ich heute nicht mehr. Mir wurde klar, dass ich auf dem Weg zurück in mein Schneckenhaus war. Kurze Zeit später hätte ich den Deckel wieder zu gemacht und hätte da gestanden, wo ich vor über einem Jahr war. Und das wollte ich auf keinen Fall wieder. Ich sagte es ihr. Ich wusste, ich würde ihr damit sehr weh tun. Aber ich konnte nicht anders. Ich mag sie sehr. Sie ist ein wirklich liebenswerter Mensch. Ich wäre auch gerne für sie da gewesen. Aber ich schaffe es einfach nicht, an zuvielen Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Das ist zuviel und hätte mich binnen kürze wieder Klinikreif gemacht. :ganztraurig:
Aktueller Anlass für das Posting ist ein Anruf von ihr. Erst ging es einfach um allgemeines, dann hatte sie Fragen zu meiner Geschichte. Und dann kamen auch schon wieder die Vorwürfe. Ob ich es denn nicht verstehe könnte usw. Per Mail kommen ähnliche Dinge jetzt mittlerweile auch 2 bis 3 mal die Woche. Vorwürfe, dass ich sie auch einfach so nur abschieben würde, ihr so wie andere weh tun würde usw. Dabei sagt sie immer sie hätte natürlich auch Verständnis für mich. Sehe ich das so verkehrt, dass ich eigentlich nicht viel Verständnis spüre für meine Situation? :knirsch:
Sie überhäuft mich mit Vorwürfen, seit ich aus der Klinik bin. Redet von so vielem, dabei weiß sie ganz genau, dass sie auf Grund ihrer Probleme ganz langsam machen muss. Sie kann nicht einfach da weg, mal für ein Woche vorbeikommen oder so. Sie hält es keine 24 Stunden bei mir aus. Ich konnte aber hier auch kaum weg, einmal aus finanziellen Gründen, dann muss ich hier präsent sein, muss mich um ein ganzes Haus kümmern, hab jetzt wieder Arbeit mit Wechselschichten, WE-Schichten usw. Sie ist berentet auf Grund ihrer Probleme. Nur kann sie auch nicht weg. Alles dass hätte ich ohne weiteres in Kauf genommen.
Aber mir dann jeden Tag anhören müssen, was sie alles für Probleme hat, wie krank sie ist, davon wird auch nichts besser. Leider. Über Probleme reden, OK. Dafür bin ich auf jeden Fall. Aber nicht nur darüber reden. :knirsch:
Und leider sind wir in vielen Dingen dann auch noch sehr unterschiedlich. Ich höre gerne Musik, sie nicht. Ich interssiere mich für sehr viele Dinge, Wissenschaft, Computer, Politik. Sie nicht. Ich sehe gerne mal eine Doku, sie nicht. Unser Verhältnis beruhte im Grunde auf unsere Beider schlimmen Erfahrungen in der Kindheit. Beide waren wir auf der Suche nach etwas Liebe und Vertrautheit. Nur ist das zuwenig, um auf Dauer eine gute Bezeihung aufzubauen. Ein paar gemeinsame Interssen sollten da in meinen Augen schon sein. :knirsch:
Sorry, jetzt habe ich euch mit meinen Gednaken sicher lich ein wenig genervt. Ich wollte es aber mal loswerden. Ich weiß echt nicht, was ich ihr noch sagen soll.... :ganztraurig: Sie klammert sehr, was ich ja verstehen kann ..... :knirsch: .....
Sascha :ganztraurig:
nicht ganz einfach für mich, vor allem muss ich vorher die Hintergründe klären.....
Wie ihr vielleicht wisst war ich von März bis Mai in einer Klinik wegen meiner Probs durch den SMB. Dort lernte ich ziemlich schnell eine sehr liebe Frau kennen. Wir kamen uns immer näher, wobei sie sehr viel Initiative entwickelte. Sie selber ist auch ein herzensguter Mensch. Ich kam auch sehr schnell dahinter, warum wir uns gut verstanden: Wir waren zu dem Zeitpunkt die Beiden einzigsten Menschen mit einer solchen Problematik in der Klinik. Sowas schweißt zusammen. Sie selber hat durch ihre Erlebnisse sehr große Probleme (Angstpsychosen, körperliche Auswirkungen, schwerste seelische Probs). Wir kamen uns sehr nahe.
Nach der Klinik trafen wir uns auch noch zweimal (wir leben weit auseinander). Fast jeden Tag Telefonate. Im laufe der Zeit kämpfte ich immer mehr. Bei jedem Telefonat musste ich sie erst aufbauen bevr auch nur ein normales Wort gewechselt werden konnte. Direkte und indirekte Vorwürfe kamen, Tränen flossen (beidseitig), es wurde immer schlimmer. Direkt nach der Klinik hatte ich selber mit einer abartigen Depression zu kämpfen. Auch diese konnte ich geradeso überwinden, bin auf Jobsuche gegangen, hab alles Mögliche geregelt bekommen, hab meine Depression überwunden usw. Und dann täglich diese Telefonate. Es war ein Kampf ohne Ende.
Mit der zeit merkte ich bei mir, wie ich anfing dicht zu machen. Wir redeten nur noch von ihr, ich trat wie schon so oft in den Hintergrund. Sie verstand z.B. nicht, dass ich nich einfach mal so 100 Euro hinlegen konnte um zu ihr zu kommen. Ich hatte kein Job, mein Konto war nach der Klinik bis zum anschlag überzogen, ich war kurz davor, mein Haus, dass ich geerbt hatte, zu verlieren. Ich hätte auf der Straße gestanden mit einem Haufen Schulden und ohne Arbeit. Ich habe ihr das gesagt. Sie verstand es nicht. :ganztraurig:
Innerhalb von Juli bis Oktober habe ich das wichtigste geregelt. Jetzt habe ich wieder eine anständige Arbeit, das mit dem Haus klappt auch geradeso usw. Es war ein zusätzlicher Kampf für mich, neben den ja noch immer vorhandenen anderen Problemen.
Das ist die Vorgeschichte......
Es wurde immer schlimmer. Irgendwann merkte ich, dass meine Kräfte überfordert sind. Es ging nichts mehr. Bei mir häuften sich die Flashs wieder, satte Panikattacken kamen hinzu. Ich zog die Notbremse. Früher hätte ich es so weiterlaufen lassen. Dass kann ich heute nicht mehr. Mir wurde klar, dass ich auf dem Weg zurück in mein Schneckenhaus war. Kurze Zeit später hätte ich den Deckel wieder zu gemacht und hätte da gestanden, wo ich vor über einem Jahr war. Und das wollte ich auf keinen Fall wieder. Ich sagte es ihr. Ich wusste, ich würde ihr damit sehr weh tun. Aber ich konnte nicht anders. Ich mag sie sehr. Sie ist ein wirklich liebenswerter Mensch. Ich wäre auch gerne für sie da gewesen. Aber ich schaffe es einfach nicht, an zuvielen Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Das ist zuviel und hätte mich binnen kürze wieder Klinikreif gemacht. :ganztraurig:
Aktueller Anlass für das Posting ist ein Anruf von ihr. Erst ging es einfach um allgemeines, dann hatte sie Fragen zu meiner Geschichte. Und dann kamen auch schon wieder die Vorwürfe. Ob ich es denn nicht verstehe könnte usw. Per Mail kommen ähnliche Dinge jetzt mittlerweile auch 2 bis 3 mal die Woche. Vorwürfe, dass ich sie auch einfach so nur abschieben würde, ihr so wie andere weh tun würde usw. Dabei sagt sie immer sie hätte natürlich auch Verständnis für mich. Sehe ich das so verkehrt, dass ich eigentlich nicht viel Verständnis spüre für meine Situation? :knirsch:
Sie überhäuft mich mit Vorwürfen, seit ich aus der Klinik bin. Redet von so vielem, dabei weiß sie ganz genau, dass sie auf Grund ihrer Probleme ganz langsam machen muss. Sie kann nicht einfach da weg, mal für ein Woche vorbeikommen oder so. Sie hält es keine 24 Stunden bei mir aus. Ich konnte aber hier auch kaum weg, einmal aus finanziellen Gründen, dann muss ich hier präsent sein, muss mich um ein ganzes Haus kümmern, hab jetzt wieder Arbeit mit Wechselschichten, WE-Schichten usw. Sie ist berentet auf Grund ihrer Probleme. Nur kann sie auch nicht weg. Alles dass hätte ich ohne weiteres in Kauf genommen.
Aber mir dann jeden Tag anhören müssen, was sie alles für Probleme hat, wie krank sie ist, davon wird auch nichts besser. Leider. Über Probleme reden, OK. Dafür bin ich auf jeden Fall. Aber nicht nur darüber reden. :knirsch:
Und leider sind wir in vielen Dingen dann auch noch sehr unterschiedlich. Ich höre gerne Musik, sie nicht. Ich interssiere mich für sehr viele Dinge, Wissenschaft, Computer, Politik. Sie nicht. Ich sehe gerne mal eine Doku, sie nicht. Unser Verhältnis beruhte im Grunde auf unsere Beider schlimmen Erfahrungen in der Kindheit. Beide waren wir auf der Suche nach etwas Liebe und Vertrautheit. Nur ist das zuwenig, um auf Dauer eine gute Bezeihung aufzubauen. Ein paar gemeinsame Interssen sollten da in meinen Augen schon sein. :knirsch:
Sorry, jetzt habe ich euch mit meinen Gednaken sicher lich ein wenig genervt. Ich wollte es aber mal loswerden. Ich weiß echt nicht, was ich ihr noch sagen soll.... :ganztraurig: Sie klammert sehr, was ich ja verstehen kann ..... :knirsch: .....
Sascha :ganztraurig: