Reise eines Engels

Sad Tears
Ein kleiner Engel liebte es auf seiner Wolke zu liegen und auf die Erde zu blicken.Zu gerne würde er wissen wie es wohl da unten zugeht.Ob es genau so schön wie hier oben wäre?Es gefiel ihm sehr gut im Himmel,aber manchmal langweilte er sich.Fast täglich flehte und bettelte er Gott an, ihn doch einmal hinab zur Erde zu lassen.Doch dieser lehnte immer wieder ab.

Er wußte schließlich ja auch am besten,das die Erde kein geeigneter Ort mehr war,für ein kleines unschuldiges Engelchen.
Aber eines Tages,als der kleine Engel wieder mal besonders hartnäckig
quengelte,beschloss er es doch hinab zu schicken.Er sagte zu dem kleinen Engel:"Hör zu mein Kind,wenn es dir dort unten besser gefallen sollte als hier im Himmel,so wirst du auf der Erde bleiben dürfen.Sollte dies nicht so sein,so ruf nur meinen Namen und ich hole dich zurück."Er ahnte das er schon sehr bald das rufen hören würde.
Der Engel war begeistert und freute sich auf seine Reise.
Gottes Wille war es den kleinen Engel in eine Großstadt zu schicken.Dort angekommen schaute sich das Engelchen erst einmal erstaunt um.Im Himmel war es immer so schön ruhig.Aber hier war es so furchtbar laut.Überall dröhnten die Motoren der Autos und alle Menschen hetzten achtlos an ihm vorbei.Mehrfach versuchte der Engel jemanden der Passanten anzusprechen,aber es hörte immer wieder nur:"Laß mich in Ruhe ich habe keine Zeit".
Dann erblickte der Engel einen Bettler am Straßenrand.Dieser fror und sah sehr hungrig aus.Der Engel fragte ihn warum er nicht durch die Gegend hetze wie die anderen,die für nichts und niemand Zeit hatten,außer für sich selbst.Darauf erwiderte der Bettler das er vor ein paar Jahren seine Arbeit verloren hätte.Und weil er schon zu alt wäre,würde er auch keine neue bekommen.Dann verließ ihn auch noch seine Frau mit den Kindern und seine Wohnung wurde ihm auch gekündigt.Nun lebe er eben auf der Straße und bettele sich sein Geld für's Essen zusammen.Aber an den meisten Tagen bliebe sein Hut leer und er müsse hungrig schlafen gehen.Der Engel wurde traurig,denn im Himmel gab es weder arm noch reich.
Das Engelchen zog weiter und kam am Bahnhof vorbei.Dort waren auch wieder jede Menge Menschen,die es sehr eilig hatten.In einer ruhigeren Ecke traf es auf eine Gruppe junger Leute.Sie sahen ziemlich mitgenommen aus und einige waren auch betrunken.Der Engel ging auf sie zu und fragte was denn mit ihnen los wäre,ob sie nicht eigentlich in der Schule sein müßten.Die jungen Leute schauten sich erst erstaunt an und lachten dann den Engel aus.Was sie denn wohl in der Schule sollten?Lernen würde keinen Spaß machen und die Lehrer wären sowieso alle doof.Sie fanden es geiler sich von niemanden etwas sagen zu lassen,rumzzulungern,Leute anzuschnorren und auch Drogen zu nehmen.Nur so wäre das Leben auszuzhalten.
Der Engel wurde noch trauriger,denn die Jugendlichen wirkten so hoffnungslos.Im Himmel gab es keine Hoffnungslosigkeit.
Als er seinen Weg fortsetzte,kam er an einem Kaufhaus vorbei.Neugierig ging das Engelchen hinein.Es ging durch alle Abteilungen und staunte was es dort alles zu sehen gab.Sein besonderes Interesse aber fand die Fernsehabteilung.Die bunten Bilder auf den Bildschirmen faszinierten es.Aber dann sah das Engelchen genauer hin und hörte was alles berichtet wurde aus der ganzen Welt.Da gab es Hungersnöte und Überschwemmungen bei denen viele Menschen sterben mußten.Und dann,überall Morde und Kriege,nur weil nicht alle Menschen die gleiche Hautfarbe hatten,oder einer anderen Religion angehörten.
Im Himmel gab es keine Kriege,da waren alle gleich.
Verzweifelt rannte der Engel,so schnell er nur konnte,zurück auf die Straße.So laut es nur konnte rief es Gottes Namen.Dieser hörte die Rufe und holte den Engel sofort in den Himmel zurück.Der Engel weinte bitterlich,er konnte nicht begreifen was er gesehen hatte.Gott hatte den Menschen eine so schöne Erde geschaffen.Und diese dummen Wesen hatten nichts besseres zu tun als sich selbst zu Grunde zu richten.Auf der Erde herrschte fast nur noch Wut und Hass,Neid und Mißgunst.Nein,dort wollte der Engel auf keinen Fall mehr hin.
Gott nahm das Engelchen tröstend in seinen Arm und sprach:"Sei nicht traurig kleiner Engel,ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.Es gibt immer noch ganz viele Menschen die anders sind.Die lieben und achten sich,egal was der andere ist oder hat,oder wie er aussieht.Und diese Menschen kommen irgendwann einmal zu uns in den Himmel und werden zu kleinen Engeln,so wie du einer bist."
Biene
oh wie wunderschön und so unendlich weise und wahr!!! zusammen
Sad Tears
Ja ich find es auch super suess!!! Freude
SouLLady
ich kann mich eurer meinung nur anschließen

Stern
SoulsistA
Boah, wie süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß! Und so unendlich wahr!!! Gefällt mir echt guuuuut!!!
bine-maja
Wunderschön Respekt Dafür!
SchmerzWerk
bohr das ja super süß!!

aber es gbit nicht nur hass und gewalt auf der erde!!

naja aber das mit dem das die guten zu kleine engeln werden find ich echt niedlich!! woow!!
Sad Tears
großes Grinsen
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