Unglücklich Verliebt

tantraphallus
Ich hatte gerade mein Auto gestartet um nach hause zu fahren.Ich kam von der Nachtschicht hinter der Grenze unseres HotDog-liebenden Nachbarstaates.
Um noch zur Tankstelle zu fahren machte ich einen 5-minütigen Umweg über einen kleinen Grenzort und steuerte nach dem Besuch des Geldautomatens eine Tankstelle an die schon vor 6 Uhr aufhatte.Ganz in Gedanken stopfte ich den Zapfhahn in den Tankstutzen meines alten Autos und tankte.Auf dem Weg zur Kasse überlegte ich noch was ich brauchte und bestellte 4 Schachteln Zigaretten und 2 Dosen Redbull.
"Das macht 220 Kronen" . Zwei leuchtende blaue Augen schauten mich liebevoll an.
Erst stockte mein Atem und als ich wieder Luft bekam gab Siemir das wechselgeld uns sagte: "Danke,einen schönen Tag noch"
Sie sprach in ihrer Muttersprache ,die ich vor kurzem erlernte um beruflich weiterzukommen.Ich konnte mich nur spärlich bewegen und war immernoch getroffen von diesem Blick.Ich drehte mich an der Tür nochmal um und sah sie lächelnd an.
Ihr Blick hing an mir und ich spürte ihn immernoch an mir rauf und runterblicken
als ich schon am Auto war.
Das hatte gefunkt dachte ich und von meiner Müdigkeit war nichts mehr zu spüren.
Im Auto blickte ich selbst an mir herunter und fragte mich ob ich vielleicht irgend etwas verkehrtes anhatte?
Ich trug eine schwarze Freizeithose und ein schwarzes T-Shirt,allerdings mit der Aufschrift des kleinen Cafes,wo ich nebenbei seit kurzem jobbte.
Ich freute mich insgeheim schon auf meinen Nebenjob am abend.
Als ich zu Hause angekommen war,begrüsste ich meine Familie und ging ins Bett.
Wie jeden morgen nach der Nachtschicht.Ich schlief erst später ein weil mich immer noch die Augen verfolgten.Ich wollte Sie kennenlernen.Mittags fuhr ich noch einmal los um zu tanken ,aber sie war nicht mehr da.Ich hatte Pech gehabt.
Am Abend musste ich los zu meinem Nebenjob und machte mich auf.Meine Kollegin hatte mich eingewiesen in die Kaffeemaschine und weitere Dinge wie Kasse und Lager.Ich machte meine Sache gut und lernte im Laufe der Tage die anderen Mitarbeiter kennen, fast alles Teilzeitkräfte und 400 € -Jobber,so wie ich.
Die meisten waren unheimlich freundlich und esmachte richtig spass mit denen zu arbeiten.Wir waren wegen der Grenznähe eine zweisprachige Lokalität.
Mandy ,meine "Vorturnerin" gab mir nach ein paar Tagen die Schichten die ich zusammen mit den anderen machte und sagte: "Ach Mary-Lynn,nein die kennst du noch nicht.Aber das ist eine ganz süsse.Du machst Sonntag mit ihr zusammen Dienst"
Ich war gespannt was mich erwartet.Mandy und ich waren mit über 30 schon fast die ältesten dort.Die anderen Kollegen waren alle jünger.
Am Sonntag stand ich frisch für die Arbeit fertig im Cafe und sollte auf meine Kollegin treffen.Als ich die Tür öffnete stand ich wie angewurzelt da und brachte keinen Ton mehr heraus.Mich sahen dieselben Augen an ,die mir vor ungefähr einer Woche etwas sagen wollten was ich nicht verstand.
"Hi " sagte Sie mit einem Blick der mir durch Mark und Bein ging.In diesem Augenblick war ich eigentlich froh das Sie nur gebrochen deutsch konnte und wir uns in ihrer Muttersprache unterhielten.In meiner Muttersprache hätte ich wahrscheinlich noch mehr gestottert.
Um mich nicht komplett zu verlieben,war ich heilfroh das unser Dienst nur 4 Stunden ging,dachte ich.
Am nächsten Tag kam ich kurz auf einem Kaffee im Cafe vorbei.Schön wenn man solche Dinge gratis bekommt.Aber als ich wieder die Tür öffnete ,sah Sie mich wieder mit dem süssen Blick an und fragte mich ob ich irgendwas haben möchte.
"Ja Dich" dachte ich aber bestellte doch ein kleines Stück Kuchen und nahm mir einen Kaffee.Ich sah Sie die ganze Zeit an und beobachtete Sie ,wie Sie die Ware mit einem Lächeln an die Kunden abgab.
Dabei fielihr Blick immer wieder in meine Richtung.Sie stand hinter der Kuchentheke und ich konnte Sie von hinten aus beobachten.Sie war anfang 20 und sah aus wie ein Engel.Blaue wunderschöne Augen,blonde mittellange Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden.ein niedliches Gesicht und wunderschöne erdbeerrote Lippen.Sie war so schön natürlich und ungeschminkt.
Ihre Hüftjeans lag auf ihren Sneakers und obenrum trug Sie das gleiche Shirt was auch ich anhatte.
Mit einem Stück Kuchen stand Sie nah vor mir und sagte "Bitte".Nein auch das noch ,sie sagte es auf deutsch.Ich war entgültig getroffen und mein Herz pochte wie verrückt.Ich versuchte das Stück schnellstens auf zu essen und verabschiedete mich von ihr.Dann hing Ihr Blick an meinem fest.Ich hätte Sie gerne geküsst,aber ich traute mich nicht.
Seit diesem Tag wusste ich das auch ich nicht ganz uninteressant für Sie war.
Von meiner Kollegin Mandy wusste ich das Sie allerdings einen Freund hatte,ebenfalls einen Kollegen aus dem Cafe.
Ich liess mir nichts anmerken und hörte Mandy nebenbei sagen "Ach ja Mary-Lynn fragte schon wann ihr zusammen mal arbeiten wollt"
Ich war baff aber genau das wollte ich auch.Mandy grinste und wartete auf eine Antwort."Ach meine Traumfrau ...hmmm ja wann passt das denn?"
So ein Mist jetzt hatte ich mich versprochen und Sie wusste sofort Bescheid.
"Die gefällt Dir oder?Aber Du bist verheiratet und Sie hat einen festen Freund.
Dennoch würdet ihr ein süsses Paar abgeben"
Das freute mich zu hören,aber ich wollte nicht weiter drüber nachdenken.
Mandy plante die Schicht ein und sagte : "In zwei tagen ,und dann grüss die kleine von mir und gib ihr einen Kuss"
Ich nickte und freute mich auf den gemeinsamen Dienst.Die Zeit bis dahin kam mir ewig vor.Ich war bereits total verknallt und konnte die Nächte nicht mehr schlafen.Ich stand nachts auf um eine zu rauchen,machte mir Kaffee am späten abend.Sie war einfach der Traum meiner schlaflosen Nächte,ein in Fleisch und Blut gegossener Engel der mir den Atem raubte.
Mittlerweile war es so schlimm geworden,das ich dachte : Nur ein Kuss könnte mich erlösen.Ich wusste im tiefsten inneren ,das ihre Küsse so süss schmecken wie Honig,das alleine ihre Lippen zu berühren was heiliges war.
Der Tag kam näher und ich wollte mir morgens zur Öffnung meinen Schichtplan abholen.Sie stand vor verschlossenen Türen ,weil der Schlüssel weg war.
Allmählich trafen die anderen Kolleginnen ein und wir beide machten die Ware klar.
Ich tat alles um Sie zu entlasten und vor der Tür draussen stand sie,um ein paar Minuten zu rauchen.
Ich wollte mir gerade eine Zigarette anzünden,als ihre zarte Hand mir ihre halb aufgerauchte Zigarette vor meine Nase hielt.Ich nahm Sie an und rauchte Sie auf.Mit einem unwiderstehlichemBlick der mein Herz ins Schwanken brachte huschte Sie ganz nah an mir vorbei und Sie verschwand im Cafe.
Später zeigte Siemir ein Foto von sich auf ihrem Handy,wo man Sie für ein Theaterstück geschminkt hatte.Ich sagte ihr das ich es süss fand.
Ich besorgte mir ihre Handynummer aus der Personalliste und durch einen Zufall kam ich an ihren Messi-Nick.Nun habe ich Sie mit Foto zu Hause auf dem PC.Hin und wieder chatten wir ein paar kurze Zeilen.Neulich habe ich ihr gesagt das ich vergessen habe ihr von Mandy einen Kuss zu geben.Langsam wurde Sie unsicher und appellierte an unsere Vernunft.Sie hatte schliesslich einen Freund und ich eine feste Partnerin.
Allerdings fühlte ich das Sie genauso fühlen musste und in den Nächten wusste ich das Sie bei mir ist in Gedanken.
Vor kurzem hatte ich einen Anruf von Ihr verpasst,sie wollte mich fragen ob ich ihren Dienst übernehmen konnte.Ich würde alles tun was Sie will.
Nur ein Kuss der mich erlösen könnte..... unglücklich verliebt!

(c) Tantraphallus 2008
kleene
ich war grad in einer anderen Welt als ich das gelesen habe. Das ist wunderschön und mit sehr viel Gefühl geschrieben.

wenn diese Geschichte echt ist dann wünsch ich dir von Herzen das du ihr den Kuss eines Tages geben kannst ..


lg
tantraphallus
hi

ja aber in einer sehr schönen welt oder?
Wer weiss ob es jemals diesen Kuss geben wird?

seufz
kleene
ja in einer schönen Welt ..... Man konnte fühlen wie du denkst und wie du fühlst ...


und denk dran man darf einen Traum niemals aufgeben


lg moni
tear
die geschichte ist echt toll !!!
ich hoffe du kriegst noch dein kuss sweetlove
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