Natalie
Ich weiß gar nicht wirklich, wo ich anfangen soll...
Also zuerst einmal: Mein Freund ist krank. Er hat Depressionen und eine Persönlichkeitsstörung.
Das war für mich nie etwas, was einer Beziehung im Weg gestanden hätte. Ich habe immer gesagt: "Wenn man einander liebt, dann kann man alles schaffen."
Doch in letzter Zeit frage ich mich immer mehr, wie viel überhaupt noch von ihm übrig geblieben ist, von diesem Menschen, den ich damals vor drei Jahren kennengelernt habe.
Und wenn er doch gar nicht mehr wirklich der Mensch ist, in den ich mich damals verliebt habe? Kann es dann wirklich noch Liebe sein, die ich für ihn empfinde?
Mir ist bewusst, dass Menschen sich verändern, auch innerhalb einer Beziehung. Aber was, wenn die Veränderung so umfassend ist, dass man den Menschen kaum noch wiedererkennt?
Ich erinnere mich noch an diesen Menschen von damals. Seine großen Augen, die mich sanft angesehen haben, sein freundliches und zurückhaltendes Auftreten. Er hatte so eine höfliche und zuvorkommende Art an sich, war hilfsbereit und einfühlsam. Er war so ruhig und sanft. Gleichzeitig konnte er ziemlich... "speziell" sein. Viele hätten ihn als "Freak" bezeichnet. Er war halt einfach etwas ausgeflippt und neben der Spur.
Zudem hat er seine Freundin (also in dem Fall mich) auf Händen getragen. Er hatte einen ausgeprägten Sinn für Romantik, und hat seine Liebe offen gezeigt.
Ich spreche hier mit Absicht in der Vergangenheitsform, da ich wie gesagt nur schwer sagen kann, was von all dem wirklich noch übrig geblieben ist.
In den letzten ein oder zwei Jahren hat er sich sehr verändert. Vor allen Dingen im letzten Jahr. Er ist... egoistischer? Ich weiß nicht, ob das der richtige Ausdruck ist. Es interessiert ihn nicht, was andere von ihm denken, ob er mit seinem Verhalten andere stört oder sogar verletzt. Er bezieht immer alles auf sich, ist furchtbar schnell angegriffen und verletzt. Er sieht nur sich, und was "die anderen" ihm "antun", ohne darüber nachzudenken, welche Gründe bzw. Absichten dahinterstecken. Er fühlt sich immer unverstanden und abgelehnt.
Er leidet sehr darunter, nicht verstanden zu werden, denkt aber scheinbar nicht wirklich daran, dass es verdammt schwer ist, ihn zu verstehen. Er versteht sich ja selbst nicht... wie sollen andere es dann tun?
Ich könnte noch viel mehr schreiben... aber ich lasse es lieber vorerst bleiben, denn sonst wäre der Text so lang, dass ihn wohl niemand mehr lesen würde.
Ich würde mich sehr über Antworten freuen. Es muss nicht direkt ein Ratschlag sein, ein einfacher Gedankenaustausch zur Situation würde mir schon sehr helfen.
Danke fürs Lesen und einen schönen Abend noch,
Natalie
Also zuerst einmal: Mein Freund ist krank. Er hat Depressionen und eine Persönlichkeitsstörung.
Das war für mich nie etwas, was einer Beziehung im Weg gestanden hätte. Ich habe immer gesagt: "Wenn man einander liebt, dann kann man alles schaffen."
Doch in letzter Zeit frage ich mich immer mehr, wie viel überhaupt noch von ihm übrig geblieben ist, von diesem Menschen, den ich damals vor drei Jahren kennengelernt habe.
Und wenn er doch gar nicht mehr wirklich der Mensch ist, in den ich mich damals verliebt habe? Kann es dann wirklich noch Liebe sein, die ich für ihn empfinde?
Mir ist bewusst, dass Menschen sich verändern, auch innerhalb einer Beziehung. Aber was, wenn die Veränderung so umfassend ist, dass man den Menschen kaum noch wiedererkennt?
Ich erinnere mich noch an diesen Menschen von damals. Seine großen Augen, die mich sanft angesehen haben, sein freundliches und zurückhaltendes Auftreten. Er hatte so eine höfliche und zuvorkommende Art an sich, war hilfsbereit und einfühlsam. Er war so ruhig und sanft. Gleichzeitig konnte er ziemlich... "speziell" sein. Viele hätten ihn als "Freak" bezeichnet. Er war halt einfach etwas ausgeflippt und neben der Spur.
Zudem hat er seine Freundin (also in dem Fall mich) auf Händen getragen. Er hatte einen ausgeprägten Sinn für Romantik, und hat seine Liebe offen gezeigt.
Ich spreche hier mit Absicht in der Vergangenheitsform, da ich wie gesagt nur schwer sagen kann, was von all dem wirklich noch übrig geblieben ist.
In den letzten ein oder zwei Jahren hat er sich sehr verändert. Vor allen Dingen im letzten Jahr. Er ist... egoistischer? Ich weiß nicht, ob das der richtige Ausdruck ist. Es interessiert ihn nicht, was andere von ihm denken, ob er mit seinem Verhalten andere stört oder sogar verletzt. Er bezieht immer alles auf sich, ist furchtbar schnell angegriffen und verletzt. Er sieht nur sich, und was "die anderen" ihm "antun", ohne darüber nachzudenken, welche Gründe bzw. Absichten dahinterstecken. Er fühlt sich immer unverstanden und abgelehnt.
Er leidet sehr darunter, nicht verstanden zu werden, denkt aber scheinbar nicht wirklich daran, dass es verdammt schwer ist, ihn zu verstehen. Er versteht sich ja selbst nicht... wie sollen andere es dann tun?
Ich könnte noch viel mehr schreiben... aber ich lasse es lieber vorerst bleiben, denn sonst wäre der Text so lang, dass ihn wohl niemand mehr lesen würde.
Ich würde mich sehr über Antworten freuen. Es muss nicht direkt ein Ratschlag sein, ein einfacher Gedankenaustausch zur Situation würde mir schon sehr helfen.
Danke fürs Lesen und einen schönen Abend noch,
Natalie