Mättes
Wir schreiben den 16. Oktober 2003.
Es ist kurz nach halb 2 und ein müder und lustloser Schüler ist nach 5 Stunden Horror und einer Stunde Physik dazwischen auf dem Weg in den Raum B012, wo seine Chemie-Stunde mit 6 weiteren Schülern bzw. Schülerinnen und einer laut Zitat eines Mitschülers „komischen“ Lehrerin stattfinden soll.
Doch mitten auf dem Weg geschieht dann plötzlich das Unerwartete: Er bemerkt wieder einmal das Mädchen, von dem er zu wissen glaubt, dass sie Jenny heißt. Sofort steigt sein Adrenalinspiegel ins Unermessliche. Wie schon bei der Begegnung 5 Tage zuvor beim Hungermarsch traut er sich nicht, etwas zu ihr zu sagen. Erst als sie ihm wieder „Hallo“ sagt, redet er endlich, indem er ihren Gruß erwidert.
Der Schüler setzt seinen Weg zur Chemie-Stunde fort. Er weiß nicht, was er von diesem Ereignis halten soll. Sicherlich ist er erfreut über den Anblick des Mädchens, in das er verliebt ist. Doch es wäre ihm lieber gewesen, wenn sie ihn nicht so lieb gegrüßt, sondern ihm ihren ganzen Hass auf die grausamste Art und Weise gezeigt hätte. Denn das wäre endlich das unabwendbare Ende der Tragödie gewesen, auf das er wartet wie auf den unabwendbaren Schmerz der Betäubungsspritze, die einem bei einer Operation verabreicht wird…
27. Oktober 2003
Ich wünsche mir immer noch nichts sehnlicher, als mit ihr zusammen zu sein. Doch dieser Wunsch scheint unerfüllbar zu sein. Es ist nun mal völlig unmöglich, einen so kranken Menschen wie mich zu lieben.
Und selbst bei normalen Leuten soll es richtig schwierig sein, eine Beziehung aufzubauen, wie mir erzählt worden ist.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass mir in der Vergangenheit jedes Mädchen, das etwas davon gewusst hat, dass ich verliebt in es gewesen bin, seinen ganzen Hass auf die grausamste Art und Weise gezeigt hat. (Ja! Ich weiß, dass ich diese Formulierung schon einmal verwendet habe, aber mir fällt einfach keine andere ein. Ich bin einfach nicht kreativ genug für solche einfachen geistigen Leistungen.) Und bei ihr wird es genau das gleiche sein, wenn sie etwas von diesem Wunsch erfahren sollte.
Aber da dieser sowieso nicht erfüllt wird, kann ich ja durchaus noch eine solche Tragödie riskieren. Und wenn das Schauspiel schon eine Tragödie sein muss, sollte es zumindest so wirken, dass der Protagonist sich wirklich Mühe dabei gibt, die Katastrophe zu verhindern. Ich werde also mutig sein und kämpfen! Die Frage ist nur wie…
Es ist kurz nach halb 2 und ein müder und lustloser Schüler ist nach 5 Stunden Horror und einer Stunde Physik dazwischen auf dem Weg in den Raum B012, wo seine Chemie-Stunde mit 6 weiteren Schülern bzw. Schülerinnen und einer laut Zitat eines Mitschülers „komischen“ Lehrerin stattfinden soll.
Doch mitten auf dem Weg geschieht dann plötzlich das Unerwartete: Er bemerkt wieder einmal das Mädchen, von dem er zu wissen glaubt, dass sie Jenny heißt. Sofort steigt sein Adrenalinspiegel ins Unermessliche. Wie schon bei der Begegnung 5 Tage zuvor beim Hungermarsch traut er sich nicht, etwas zu ihr zu sagen. Erst als sie ihm wieder „Hallo“ sagt, redet er endlich, indem er ihren Gruß erwidert.
Der Schüler setzt seinen Weg zur Chemie-Stunde fort. Er weiß nicht, was er von diesem Ereignis halten soll. Sicherlich ist er erfreut über den Anblick des Mädchens, in das er verliebt ist. Doch es wäre ihm lieber gewesen, wenn sie ihn nicht so lieb gegrüßt, sondern ihm ihren ganzen Hass auf die grausamste Art und Weise gezeigt hätte. Denn das wäre endlich das unabwendbare Ende der Tragödie gewesen, auf das er wartet wie auf den unabwendbaren Schmerz der Betäubungsspritze, die einem bei einer Operation verabreicht wird…
27. Oktober 2003
Ich wünsche mir immer noch nichts sehnlicher, als mit ihr zusammen zu sein. Doch dieser Wunsch scheint unerfüllbar zu sein. Es ist nun mal völlig unmöglich, einen so kranken Menschen wie mich zu lieben.
Und selbst bei normalen Leuten soll es richtig schwierig sein, eine Beziehung aufzubauen, wie mir erzählt worden ist.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass mir in der Vergangenheit jedes Mädchen, das etwas davon gewusst hat, dass ich verliebt in es gewesen bin, seinen ganzen Hass auf die grausamste Art und Weise gezeigt hat. (Ja! Ich weiß, dass ich diese Formulierung schon einmal verwendet habe, aber mir fällt einfach keine andere ein. Ich bin einfach nicht kreativ genug für solche einfachen geistigen Leistungen.) Und bei ihr wird es genau das gleiche sein, wenn sie etwas von diesem Wunsch erfahren sollte.
Aber da dieser sowieso nicht erfüllt wird, kann ich ja durchaus noch eine solche Tragödie riskieren. Und wenn das Schauspiel schon eine Tragödie sein muss, sollte es zumindest so wirken, dass der Protagonist sich wirklich Mühe dabei gibt, die Katastrophe zu verhindern. Ich werde also mutig sein und kämpfen! Die Frage ist nur wie…