Oh, du mein Himmel

Aimi
Oh, du mein Himmel

Was ist besser? Finden oder suchen?
Schweigen oder fluchen?
Was ist stärker Liebe oder Hass?
Und was bringt den meisten Spaß?
Wie hoch Himmel muss ich singen,
Bis meine Worte ehrlich klingen?
Wie laut meine Liebe preisen?
Bis sie endlich weiterzieht?
Denn es raten mir die Weisen,
Nicht den zu Lieben, der die Liebe mied.
Ach du Himmel, nimm mich mit.
Lass es regnen, lass es stürmen,
Bis die letzte Träne glitt.
Lass die schwarzen Wolken türmen.
Mein Herz zu warm, mein Herz zu schwach,
Es soll erkalten, es wird sich nicht wehren.
Lass mich gehen, lass mich nicht zurück, ach,
Willst du mir den Weg noch erschweren?
Du lässt die Sonne auf mich scheinen,
Wie lange soll ich weiter weinen?
Siehst du meinen Kummer nicht?
Der aus meinem Herzen spricht.
Hörst du mich nicht leise wimmern?
Willst du den schmerze noch verschlimmern?
Oh, du Unendlichkeit
Wo finde ich Vollkommenheit?
Wie weit, ja wie weit lässt du mich gehen?
Was wird mir alles noch geschehen?
Was wird mir schon groß passieren?
Wie viel soll ich noch verlieren,
Eh du mich, Himmel, zu dir holst?
Wie viel Liebe kann ich spüren?
Unerwidert sicherlich,
Bevor mir mein Herz zerbricht?
Doch du Himmel, unerbittert
Willst du mich führen,
Zu dem, welcher liebt auch mich,
Welcher dann aus reinem Herzen spricht.

Ach, die Sonne strahlt hernieder
Und die tränen kommen wieder,
An dir ein paar Wolken hängen,
Wären es doch große Mengen,
Lass den Himmel runterfallen,
Dabei laut den Donner hallen.
Du Himmel, keine Gnade kennst,
Mich heimlich deine Liebste nennst.
Lässt die Sonne, warm und rein,
Scheinen nur für mich allein.
Ja die vielen kleinen Sterne,
Auch sie strahlen nur für mich,
Ich sehe sie, trotz der Ferne,
Immer nur seh ich dich.
Deine Sonne soll mich trösten,
Deine Sterne mich erlösen,
Doch die lieben der erlösten,
Verspottend mich liebkösen.
Doch du Himmel, umbarmherzig, wie du bist,
Lässt mein Herze nicht in ruh,
Schnürst mir meine Lunge zu,
und alles bleibt weiter wie es ist.

Himmel! Himmel! Zeig doch Gnade!
Himmel! Himmel! Wolkenbade!
Himmel! Himmel! Herz zerbrochen!
Himmel! Himmel! Dreck gekrochen!
Himmel! Himmel! Gnade zeig!
Himmel! Himmel! Nicht mehr Schweig!
Himmel? Himmel, hörst du mich?
Himmel, ach, Himmel, ich liebe nur dich.
Himmel sieh auf mich herab.
Himmel sieh mein Grab.
Himmel, lieber Himmel, hast immer dran geglaubt.
Himmel, dummer Himmel, mir mein Herz geraubt.
Himmel, mein Himmel, mein Himmel auf Erden,
Wir werden jetzt eins werden.
Himmel, dummer, dummer Himmel,
Dummer, weiter, freier, unendlicher, naiver Himmel.
Ich möchte bei dir sein,
Du lässt mich niemals allein.
Das Blut es tropft,
Das Herz es klopft,
Die Unendlichkeit sie ruft,
Und ich, ich ringe nach Luft.
Ich will doch gar nicht Leben,
Möchte mein Leben dir allein geben.“

„Ach, du Kind erhöre mich,
Und aus deinem Herzen sprich,
Ich du kleines, dummes Wesen,
Immer nur bei dir gewesen,
Was soll ich dir mehr noch geben?
Außer Liebe, liebe und leben,
Aber das Leben, das ich dir gebe,
Und die liebe die ich dir webe,
Du lernst beides nicht zu schätzen,
Der Hass wird dir dein Herz verätzen,
Was willst du denn mehr noch haben?“

„Ich will mich an deinem Blicke laben.“

„Über dir nicht eine Wolke, nicht ein Vogel ist zu sehen.“

„Ich will dein Herze nur verstehen.“

„Meine Sonne dich erstrahlt und mein Mond dir deine Schönheit zahlt.“

„Himmel, Himmel, Sternenkleid.
Himmel, Himmel, Unendlichkeit
Himmel, Himmel, luftgeweiht
Himmel, Himmel, Herzensleid
Himmel, Himmel, Dunkelheit
Himmel, Himmel, Lichtbeschneit
Himmel, ich sterbe für dich.
Himmel, ich töte mich
Himmel, Himmel, bitte wein
Himmel …“

„Nein!!!“

Es tropft der Regen,
Läuft auf der liebe Wegen,
Ja, die Wolken türmen sich,
Und der Himmel, den stürmen wich,
Nur ein kleiner Sonnenstrahl,
Leuchtet auf der Liebe Qual,
Und die kleine, töte Gestalt,
Das Nichts noch holt,
Warte nur bald.

Doch der leise, sanfte Wind,
Trägt die Seele ganz geschwind,
Aus dem Grab ins nächste Kind.
Das Nichts kann nur den Körper holen.
Der Wind hat die Seele gestohlen.

Und das Kind die Liebe sucht,
Dabei leis die Welt verflucht,
Auch den blauen Himmel hasst,
Weil er es mit Licht umfasst.
Der Himmel ja nie Güte zeigt,
Und immer nur mit Sonne schweigt.

Ja das Kind es leidet so,
Und der Himmel er ist froh,
All das Leid, das er erleidet,
Allein in diesem Kinde weidet,
Und solange das Kind lebt,
Er an ihrer Zukunft webt,
Ja, die Liebe dieser beiden,
Wird wohl ewig weiter leiden.

Denn der Wind, der liebe Gute,
Trägt die Seele, die nie ruhte.


© by EM



Hiermit bestätige ich das der von mir eingestellte Text mein geistiges Eigentum ist, oder eine ausdrückliche Genehmigung zur Veröffentlichung vom Autor vorliegt.
Yianna Malaika
Hallo Aimi,

finde Deine kleine Geschichte wirklich sehr beeindruckend. Sie ist gut geschrieben und stimmt mich sehr nachdenklich.

Herzilein
spirit05
mich Yianna Malaika anschliess....sehr nachdenklich...
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