Sehnsucht

SoulsistA
Jedes Mal wenn ich Dich sehe, dann sehne ich mich nach Dir. Obwohl nein, nicht nur dann, die Sehnsucht ist immer da. Tief in mir verankert. Aber wenn Du vor mir stehst, dann spür ich diese Sehnsucht noch viel mehr. Denn sie zersplittert mein Herz, lässt mich Höllenqualen erleiden. „Er ist so greifensnah, und doch so unerreichbar..."Wenn Du neben mir sitzt, dann ertränke ich mich in Deiner Nähe. Ich sinke immer tiefer, bis mir die Luft zum Atmen fehlt. Wenn ich so darüber nachdenke, dann sollte ich Deine Nähe vermeiden, denn ich sterbe an ihr. Du raubst mir den Odem, lässt mich ersticken. Doch ich kann es nicht. Ich kann Dir nicht aus dem Weg gehen. Denn Du bist für mich wie eine Droge. Ich verzehre mich nach Dir, trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Schmerzen, die Du mir (un)bewusst zufügst. Ich brauche Deine Nähe, Deine Blicke, Deine Aufmerksamkeit um weiterhin an etwas festhalten zu können. Hoffnungen, Träume, Wünsche. Gedanken an ein „Eines Tages..." geben mir Kraft um weiterzumachen. Tag für Tag. Vorstellungen von einem Tag in zehn Jahren – wir stehen uns nach langer Zeit gegenüber und wissen beide *Unser Moment ist gekommen*. Wie sagt man so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und bitte, bitte zerstör mir meine Träume nicht, denn ohne sie bin ich nichts. Sie sind das Einzige was mir von Dir noch geblieben sind.

Ich würde Dir gern so vieles sagen.
„I wanted to tell you I'd changed.
I wanted to tell you that things would be different this time."

Ich würde Dir von meinem neuen Leben erzählen. Dinge, die ich gesehen habe. Erlebnisse, die mich neu geformt haben. Aber ich lass es bleiben. Denn ich möchte Dich nicht verschrecken, ich gebe mich allein mit Deiner Nähe und einem einfachen „Hallo", welches so viel für mich bedeutet, zufrieden. Und falls Du irgendwann beschließt, dass sich unsere Wege kreuzen sollen, dann weißt Du wo Du mich finden wirst, denn ich bin immer noch an der Stelle, wo Du mich zurück gelassen hast. Denn ich werde hier auf Dich warten, werde erst weitergehen, wenn Du mich an der Hand nimmst und mich weiterführst. Und in diesem Augenblick werde ich dann spüren, dass sich mein Warten gelohnt hat. Hoffentlich.

"In jedem Wesen, das ich zu lieben meinte, habe ich immer nur Dich gesucht!
Das weiß ich besser, als Du es verstehen kannst!"


Und ich weiß, wenn Du das hier liest, dann weißt Du dass Du gemeint bist. Denn alle wissen es. Und ich weiß, dass Du mir keine Reaktion darauf geben wirst, das möchte ich auch gar nicht. Du wirst so tun, als hättest Du meine Worte nie gelesen. Woher ich das weiß? Ich kenne Dich. Zumindest hab ich das Gefühl, Dich zu kennen. Vielleicht sogar besser als Du denkst. Ich habe nur eine Bitte – hör nicht auf „Hallo" zu sagen und mir Deine Nähe zu schenken.

Danke.
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