roxy
Also, das Thema habe ich nun als Beispiel aufgegriffen, weil mich verschiedene Meinungen dazu interessieren. Ich will hier nicht eine Glaubensdiskussion starten oder sonstiges.
Wenn man gläubig ist, kann man nach einer Katastrophe noch an Gott glauben ? Man kann auch jedes andere Ereignis hierfür heranziehen wie z.B. Tschernobyll, verschiedene Kriege usw.
Jedenfalls frage ich mich das, weil ein guter Gläubiger denkt doch, dass Gott allmächtig ist. Fängt man nicht an zu zweifeln ?
Ich selbst bin nicht gläubig und ich könnte es mir nicht vorstellen, dass jemand, der an Gott glaubt, danach sich noch an seinem Glauben festhalten kann....
Stella
Also ich bin Christ, aber ich weiß auch, daß nicht Gott mir helfen wird, sondern nur ich selbst was tun kann. Alle Menschen sind für sich selbst verantwortlich.
Gott steht aber, denk ich, hinter mir. Und für die Katastrophen ist ja nicht er verantwortlich,sondern wir !!!!
nocturna
naja, ich glaube, ganz ohne glaubensfrage geht es nicht...
um es schon mal vor weg zunehmen-ich bin nicht gläubig-vertrete aber die meinung, dass es zwei sorten an gläubigen gibt:die,darin wirklich kraft finden und die, die sich nur hinter ihren gott verstecken...als zum beispiel die tsunamie-sache war, haben viel gesagt"das ist gottes werk", aber ich denke nicht, dass "gott" den treibhauseffekt ausgelöst hat...ich mag einfach nicht, wenn die menschen sich hinter einen gott verstecken,nur um ihre eigene verantwortung nicht zu tragen...
was ich aber auch kenne, ist die andere seite,leute,die der glaube am leben hält...meistens setzen sie gott mit der hoffnung gleich und gerade in KZ´s war es wahrscheinlich die einzige möglichkeit zu überleben:hoffen und glauben
unknown Spammer
Nicht zu vergessen jene die Gott für die Sünde ausnutzen...Inquisition, Kreuzzüge und diverse Kriege (sogar Bush hat im Namen Gottes den Krieg aufgezogen)
Ich glaube nicht an "Gott", aber meine Definition zum Wort "Glauben" ist genauso zwieträchtig, was wohl auch den Sinn des Wortes "Glauben" ausmacht. Würden wir wissen, dann würden wir nicht glauben. Ich denke wer die Geschichte von Noah und der Sintflut kennt kann erahnen, warum man in diesen Zeiten vermisst an einen Gott zu "Glauben".
LordBraindead
ich denke auch diese diskussion hier wird nicht viel bringen. die gläubigen vertreten ihre meinung und wir ungläubigen unsere und am ende stehen wir wieder am anfang.^^ habs schon oft genug erlebt.
meiner meinung nach sollte ein gott darauf achten, dass solche katastrophen oder massenvernichtungen oder sonstiges gar nicht erst entstehen können, indem er die menschen lenkt. das ist es doch, was euer gott macht. ihr lasst euch doch von ihm den weg weisen. und dann zu sagen, nene, gott kann da nix für, das waren wir selbst, das widerspricht sich doch denn irgendwie.
naja egal, wie gesagt habt ihr ja euren standpunkt und wir unseren und da wird man sich niemals irgendwo treffen können.
Terror
naja gott ist etwas an das man glaubt und kzs und massenvernichtung ist etwas was passiert...wenn wir an etwas glauben ist es längt nicht möglich das gut wird...den wie wir uns verhalten ist von dem abhänig was wir erleben und tun...nicht von dem was wir glauben...ich denke mal das man daher auch kzs und massenvernichtung verstehen kann, weil sie nichts mit glauben zu tun haben sonderen mit taten (ohne wertung!)
wie mit dem hoffen wenn ich hoffe das morgen das wetter schön wird, kann ich doch nicht davon ausgehen das es schön wird...unser handeln ist zwar abhänig von unserem glauben, aber wenn wir z.b. rinder essen und unsere nachbarn rinder als hasutiere halden wie wir hunde, dann sind wir für sie unmoralisch, aber doch machen wir nichts falsch...
ich denk auch glaube hat viel mit der zukunft zu tun, wie es aber nun gerade ist und wie es war, das kann man nicht am glauben festmachen...das menschliche ego und unsere emotionen und gefühle sind mehr oder weniger die dinge die unser handeln ausmachen und wenn wir jemaden hassen dann sind wir böse zu ihm, auch wenn wir vll soweit gute menschen sind, aber wir sind nur dann wirklich gut wenn wir idealisten sind, aber das ist keiner und will auch keiner sein...wegen unserer gefühle (wer z.b. teil den gern seinen partner, oder wer verzichtet denn schon gern auf seine arbeit oder wer wird den schon gern als erwachsener bevormundet...alles sachen die sich dann im großen als kriege und kzs und massenvernichtung sich wiederfinden...tschernobyl zählt da nicht, da dies varlässig und ein unfall war...) gott ist da ja auch keine person die schützt, es ist eine höhere macht, da wo alles herkommt...so wie das huhn aus dem ei...alles hat seine ursache, da kommt gott her...
also ich denk ohne glauben ist das leben in der form wie wir es kennen garnicht möglich ...oo
unknown Spammer
zwischen lenken lassen und weisen lassen gibts einen feinen aber bedeutungsvollen Unterschied.
Yianna Malaika
An einen "gott" glaube ich schon lange nicht mehr!
micha
Da gabs mal ein Interview im Spiegel - da wurde ein alter katholischer Theologe zu seinem Glauben befragt. Nun ja, der Spiegel ist nicht gerade die christlichste Zeitung, und die Fragen waren teilweise niederträchtig. So zum Beispiel diese:
Frage: Wo war Gott in Auschwitz?
Antwort: Er war am Kreuz.
Diese Antwort ist absolut bemerkenswert, und es drückt einfach das aus, was euch der christliche Glaube sagen will: Es gibt Gott, er hat Vergebung möglich gemacht, und er hält seine Hand über diese Welt. Würde er es nicht tun, wären wir alle bereits mausetot, oder es hätte uns nie gegeben. Nun aber haben wir unsere Chance und unser Leben. Wir sind gewollte und geliebte Geschöpfe, und haben so viel Gutes geschenkt bekommen. Das sehen wir meistens gar nicht, aber ich habe auch schon mal für die Gabel gedankt, mit der ich mein Essen verspeist habe. Man muss nur mal mit offenen Augen durch die Welt gehen. Aber wir Menschen sind seit Adam und Eva eben nicht mehr "von Haus aus gut". Tschernobyl und Auschwitz haben wir verbockt, und indirekt auch den Tsunami. Aus solchem Leid wird mir klar, dass ich als Mensch Gott brauche, ich brauche ihn so sehr. Ich würde sonst vielleicht meinen, es ist alles gut, aber das ist es nicht. Ich brauche Gott nicht anzuklagen, sondern weiß, dass er wiederkommen wird. Er wird Gericht halten, und die Gerechtigkeit wird wiederhergestellt. Einstweilen leidet er mit. Und er hat seine Verantwortung für uns so ernst genommen, dass er selbst mit seinem Leben bezahlt hat. Als Gott! Er ist nicht schuldig, auch nicht daran, uns die Freiheit genommen zu haben - er hat es ja nicht. Er zwingt niemanden, gläubig zu sein, oder das Gute zu tun. Er empfiehlt es nur - und dann bist du am Zug.
Stella
Danke micha.....du sprichst mir aus dem Herzen. Nur ich kann es nicht so schreiben, wie du es tust.
mirei
die frage hab ich mir schon oft gestellt, auf meinen reisen, ich habe mich selbst oft gefragt "wie kann es gott geben, und wenn es gott gibt, wie kann er so etwas zulassen?". ich bin dann nach kurzer zeit allerdings draufgekommen, dass das nicht die entscheidende frage ist.
denn die lautet "wie kann ich das zulassen? ich lebe in dieser welt, ich trage verantwortung (körnchenweise, durch wegschauen, mund halten, durch den eigenen betrag zum klimawandel, durchs kaufen von obst bei dessen bespritzung jährlich 100 menschen erkranken und sterben etc.), wie also kann ich das zulassen?"
ob nun gott oder keiner, aus seiner verantwortung soll man sich nicht herausstehlen und ich zumindest versuche seitdem mehr als vorher so zu leben wie ich es verantworten kann - und hier kommen dann die glaubensfragen heran, auf welche wahrheiten man sich bezieht, was man daher als richtig erachtet, ob man an einen gott glaubt, der einem mut, rast und rat gibt, oder eben nicht, ob man kraft aus dem guten zieht, das geschieht oder es mit gott begründet... das ist dann für ganz andere fragen ausschlaggebend, nicht aber für die frage der verantwortung.
Phönix
Hmm... mit dieser Frage habe ich mich auch sehr lange beschäftigt. Bis eine sehr grute Freundin von mir durch einen betrunkenen Autofahrer ums Leben kam. Da habe ich dann das erstemal richtig angefangen, darüber nachzudenken, dass gott nicht an allem Elend Schuld sein kann. Es war ein unheimlich sinnloser und gewaltvoller tod. Aus meiner Sicht. Aber wer weis, was sie vielleicht noch in ihrem Leben erlebt hätte?
ES ist der einfachere Weg, Gott alles in die Schuhe zu schieben, anstat die Fehler auch mal an sich selbst zu suchen.
Außerdem wird denke ich, häufig unter den Tisch gekehrt, dass Gott einen Gegenspieler hat: Satan.
Und meiner Meinung nach wäre Gott kein gerechter Gott, wenn er alles Übel von vornherein verbieten und ausschalten würde.
Logisch gedacht, wenn er dies tun würde, hätte Satan einen entscheidenenden Grund zu sagen: "Du willst ein gerchter gott sein? Du verhinderst ja, dass irgendjemand mal an dir zweifeln könnte, etc..."
Wäre es gerecht, uns einen freien Willen gegeben zu haben, Satan aber alles zu verbieten, derja genauso sein geschöpf ist?
ich denke, Gott hat uns in diesem zusammenhang nicht umsonst einen freien Willen gegeben. Wir können uns entscheiden ja oder nein zu sagen. Wir können frei dennken und die Konsequenzen unseres Handelns abschätzen. Oder auch nicht.
Liebe Grüße, Julia
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