like-sunshine
Dies Thema brennt mir schon länger auf der Seele, aber mit wem kann man darüber sprechen - ich versuchs halt mal hier:
Meine beste Freundin ist in einer Klinik - sie hat eine schwere Zeit hinter sich und ich bin mir sicher sie hat auch noch eine ganz schwere Zeit vor sich. Das letzte Jahr hat mir so einiges verdeutlicht - wie sehr ihre Krankheit sie wirklich belastet - wie ausgeprägt sie ist. Ich hatte ein Erlebnis, was mich bis heute nicht los lässt - woran ich gesehen habe, dass ich nicht in sie schauen kann - das sie mich mir nicht anvertrauen kann - dass sie verdrängt was passiert ist. Diese Tage - ich werde sie glaube nicht vergessen. Wir hatten so ein tolles Wochenende und planten das nächste Wochenende - alles schien so toll. Bis zu diesem schrecklichen Montag als sie alles einem Ende setzen wollte. Dabei freute sie sich doch Sonntags auch noch auf das nächste Wochenende. Ich habe diese SMS immernoch im Handy - ich werde sie nicht löschen. Danach hat sie den ersten Schritt zu ihrer "Heilung" beigetragen - in dem sie sich in eine Klinik einwies. Ich habe sie jede Woche besucht - es tat mir gut, sie zu sehen. Aber es hat auch weh getan, wenn sie wieder an den Tiefpunkten war. Jetzt ist sie in der nächsten Klinik und ich viele viele Kilometer entfernt. Ich kann sie nicht mehr jede Woche besuchen - dort kann sie nicht telefonieren. Mir fehlt der Kontakt - mir fehlt ihre Stimme - die Stimme um zu wissen, dass sie am Leben ist. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie diese Theraphie durchsteht und wir unsere Pläne noch verwirklichen - aber meine Angst, ganz tief im Herzen ist eine viel Größere - ich habe Angst wenn mein Telefon klingelt - mit jedem klingeln krieg ich Gänsehaut - immer diese Angst vor einem schrecklichen Anruf. Diese Angst sitzt so tief - ich kann sie nicht beschreiben.
Auf jeden Fall finde ich es jetzt so unfair von mir - ich bin so weit weg - ich kann nicht an ihrer Seite stehen. Wie ist man denn in so einer Situation am besten für jemanden, den man so unendlich gern hat da? Vielleicht ist hier jemand in einer ähnlichen Situation gewesen und kann mir einen Rat geben - was kann ich tun? Wie kann man ihr zeigen, dass es auch Menschen auf dieser Welt gibt, die glauben, dass sie es schafft. Und ich glaube fest dass sie es schafft - aber die Angst im Herzen ist genau so groß. Die Angst sie für immer zu verlieren. Das ihr zu sagen fände ich allerdings nicht gut - man soll sie aufbauen - ich finde nicht das diese Worte aufbauend sind.
Danke fürs lesen und zuhören.
Meine beste Freundin ist in einer Klinik - sie hat eine schwere Zeit hinter sich und ich bin mir sicher sie hat auch noch eine ganz schwere Zeit vor sich. Das letzte Jahr hat mir so einiges verdeutlicht - wie sehr ihre Krankheit sie wirklich belastet - wie ausgeprägt sie ist. Ich hatte ein Erlebnis, was mich bis heute nicht los lässt - woran ich gesehen habe, dass ich nicht in sie schauen kann - das sie mich mir nicht anvertrauen kann - dass sie verdrängt was passiert ist. Diese Tage - ich werde sie glaube nicht vergessen. Wir hatten so ein tolles Wochenende und planten das nächste Wochenende - alles schien so toll. Bis zu diesem schrecklichen Montag als sie alles einem Ende setzen wollte. Dabei freute sie sich doch Sonntags auch noch auf das nächste Wochenende. Ich habe diese SMS immernoch im Handy - ich werde sie nicht löschen. Danach hat sie den ersten Schritt zu ihrer "Heilung" beigetragen - in dem sie sich in eine Klinik einwies. Ich habe sie jede Woche besucht - es tat mir gut, sie zu sehen. Aber es hat auch weh getan, wenn sie wieder an den Tiefpunkten war. Jetzt ist sie in der nächsten Klinik und ich viele viele Kilometer entfernt. Ich kann sie nicht mehr jede Woche besuchen - dort kann sie nicht telefonieren. Mir fehlt der Kontakt - mir fehlt ihre Stimme - die Stimme um zu wissen, dass sie am Leben ist. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie diese Theraphie durchsteht und wir unsere Pläne noch verwirklichen - aber meine Angst, ganz tief im Herzen ist eine viel Größere - ich habe Angst wenn mein Telefon klingelt - mit jedem klingeln krieg ich Gänsehaut - immer diese Angst vor einem schrecklichen Anruf. Diese Angst sitzt so tief - ich kann sie nicht beschreiben.
Auf jeden Fall finde ich es jetzt so unfair von mir - ich bin so weit weg - ich kann nicht an ihrer Seite stehen. Wie ist man denn in so einer Situation am besten für jemanden, den man so unendlich gern hat da? Vielleicht ist hier jemand in einer ähnlichen Situation gewesen und kann mir einen Rat geben - was kann ich tun? Wie kann man ihr zeigen, dass es auch Menschen auf dieser Welt gibt, die glauben, dass sie es schafft. Und ich glaube fest dass sie es schafft - aber die Angst im Herzen ist genau so groß. Die Angst sie für immer zu verlieren. Das ihr zu sagen fände ich allerdings nicht gut - man soll sie aufbauen - ich finde nicht das diese Worte aufbauend sind.
Danke fürs lesen und zuhören.
Ich werde dieses Wochenende wieder einen Brief für sie fertig machen - zu Weihnachten habe ich ein Paket geschickt, dass hat sie zwar erst später bekommen, weil sie in der "Geschlossenen" war, aber es hat ihr gefallen - da waren auch nur Kleinigkeiten drin (drei Engel, wo man in der mitte eine Kerze reinstellen kann; Kerzen, Süßigkeiten und ein Teddy) Letztes Jahr hab ich ihr vom Oktoberfest ein großes Lebkuchenherz mitgebracht, dass hat sie auch gefreut, weil eigentlich wollte sie mitkommen, aber das hat ja dann nicht geklappt
Es ist halt schwierig wenn sie jetzt soweit weg ist. Ich hoffe, dass wenn sie wieder zu Hause ist wir uns wieder ab und an sehen, auch wenn es nicht mehr jedes zweite Wochenende ist, weil ich ja jetzt 500km weiter weg wohne. Aber wir haben soviele Vorhaben - auch alles nur Kleinigkeiten - aber ich freue mich schon, wenn wir das alles machen können.