*eNgElChEn*
unbedeutet, nur ich.
ich schau in den spiegel,
doch sehe nicht mich.
ich sehe eine person
die in und aus mir spricht.
ich schaue in ihre augen
in ihnen spiegelt sich mein licht
und doch glaube ich das bin ich nicht.
die person die ich seh'
ist klein und verletzbar
und wäre so gerne unschlagbar.
sie würde gerne rennen
vor ihrer angst davon
sie würde gerne vielen menschen zeigen
was sie alles kann.
doch sie verhält sich ruhig,
schlägt nicht zurück schweigt nur immer wieder.
sie hätte die kraft
sie hätte die worte
und doch lässt sie alle schläge auf sich nieder regnen.
all die worte,
die sie so nie hören wollte.
fühlt sich schlecht,
weil sie denkt sie enttäuscht die ganze welt.
sie wollte doch allen beweisen
das sie es packen kann,
das in ihr der wille
berge versetzten kann.
sie wollte menschen aufhelfen
in ihnen etwas bewegen.
doch es gelingt ihr nicht merkt sie
sie zieht sich zurück und schweigt auch weiterhin.
doch jede nacht spürt sie die tränen
sie rollen herab
und immer wieder denkt sie sich
hab ich das so wirklich verdient?
muss sie jede nacht weinen
leiden,
immer wieder alte wunden aufreiben.
kann sie keinem menschen wirklich etwas bedeuten.
sie wollte doch nur,
das sie mal umarmt wird.
das ihr mal gesagt wird,
das sie es wehrt ist.
das ihr leben nicht ganz sinnlos scheint.
das sie menschen hat,
denen sie einen grund gibt.
die zu ihr aufsehen und
auf deren herz ihr name steht.
sie wollte mehr als nur eine enttäuschung sein.
sie kann keine gedanken lesen,
sie muss die worte hören um sie zu glauben
zu verstehn.
ihr haltet sie auf,
wenn sie sagt sie will gehn.
doch keiner sagt,
warum ihr das tut.
keine gibt ihr diesen mut.
lasst ihre tränen trocknen.
zeigt ihr,
das sie es wehrt ist
ein neues leben zu starten.
geht nicht weg, wenn ich euch am meisten brauche.
by myself [c] angela 13.1.o6