fail
Die Strafe
Eine lange Straße säumte meinen Weg. Die sich unendlich durch das Land schlängelte, wie eine Schlange, ohne Aussicht auf ein baldiges Ende. Sie war bedeckt, mit schwarzem Staub. Asche? Ein verbrannter Geruch lag in der Luft, es roch nach Schwefel. Ich sah mich um, es war nicht kalt, eher warm. Entlang der Straße ragten alte Bäume empor, tot. Die Blätter waren trocken und grau, sich wehrend gegen den aggressiven Wind ,der versuchte sie von ihren Zweigen zu reißen. Als ich meinen Blick gen Himmel richtete sah ich ihn, den Mond. Es war Nacht? Ja, die Dunkelheit, aber dennoch so hell. Er war blutrot, Neumond. Es war ein wunderschöner Anblick, wie er sich am Himmel entlang zog um seinen alltäglichen Platz einzunehmen. Wie ein Gott sah er auf mich herab, ich vernahm ein Kichern. „Warum lachst du?“ ,fragte ich ihn laut. Keine Antwort.
Ich setzte mich in Bewegung, jeder Schritt war ein unglaublicher Schmerz. Aus welchem Grund auch immer, ich war barfuss. Die Straße, sie war warm, fast heiß, doch störte es mich nicht. Der Wind wehte die Asche auf und ließ sie an mir vorbei rennen, voran. Will sie mir den Weg weisen? Ich lief, langsam, aber ich kam voran. Ich sah mich aufmerksam um. Eine öde, ausgestorbene, ja fast verbrannte Landschaft. Diese durchschnitten von einer Straße, die ins Endlose führte. Ich sah Häuser, sie ähnelten denen aus meinem kleinen Dorf, doch waren sie zerfallen, leer, tot. Wo war ich? Ich ging weiter, nicht dem gewappnet, was mich erwarten würde.
Mein Blick fiel auf einen umgestürzten Baum, wobei ich den Kopf schief legte. Er erinnerte mich an etwas. Ich trat näher. Gab es solch einen nicht auch auf der Landstraße, die sich durch unser Dorf zog? Ich hob nachdenklich meinen Blick und sah auf ein Haus. Ein unruhiges Gefühl umklammerte mein Herz. Es war das Haus einer Bekannten. Zerfallen, ausgebrannt und tot. Ich blinzelte mehrfach und drehte mich um. Ich lief weiter die Straße entlang.
Ein kratzendes Geräusch zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich vernahm es, doch konnte ich nicht deuten, woher es kam. Mit einem kurzen Blick über meine Schulter, blieb ich schlagartig stehen und trat einige Schritte zur Seite. Ein Mensch? Niemals. Ein Wesen hinkte an mir vorbei. Langsamen Schrittes. Es war vollkommen schwarz. Es roch widerlich, als würde etwas verfaulen. Die Haut, sie war verbrannt. Jedoch nahm es keine Notiz von mir. Nun viel mein Blick auf den Gegenstand, der dieses kratzende Geräusch verursachte. Eine Axt von einer unmenschlichen Größe. Das Wesen umklammerte den Griff und zog diese hinter sich her. Die Klinge kratzte am Boden. Sie war rostig und getrocknetes Blut befand sich daran. Nun blieb es stehen, nicht weit entfernt von mir und sah auf. Es drehte nur langsam den Kopf zu mir um und musterte mich eindringlich. Wie mochte ich wohl auf dieses Wesen gewirkt haben? Ein Mensch, barfuss, vollkommen schwarz gekleidet.
Das Wesen legte den Kopf schief und sah auf mein Handgelenk. Ich blinzelte, fast blickte ich es fragend an. Das Wesen war näher gekommen. Als ich aufsah, stand es dicht vor mir. Ich blinzelte und ein Würgreiz schüttelte mich. Der Geruch verbrannten Fleisches, ließ mich mehrmals schlucken. Ich wollte mich nicht übergeben. Nicht jetzt. Das Wesen packte meinen Arm, drehte ihn, so dass es auf mein Handgelenk schauen konnte. Ein schwarzes Armband befand sich daran. Eines ,wie man es im Krankenhaus bekam. Ich blickte es verwundert an. Ungeachtet auf das Wesen, verfiel mein Blick sich an dem Armband. Es stand etwas drauf, doch konnte ich es nicht entschlüsseln. Zahlen? Wörter? Was war es für eine Sprache? Ein breites und fieses Grinsen breitet sich auf den verkohlten Lippen des Wesens aus. Es ließ mich los ,drehte sich um und ging weiter. Was war das? Wieso so amüsiert? „Was grinst du?“, rief ich ihm hinterher. Ein grausames Kichern kam als Antwort. Ein grelles Geräusch, das mir in den Ohren schmerzte. Es verschwand.
Ich sah nun wieder auf das Armband, nun jedoch fiel mein Blick auf etwas anderes. Ich drehte meine Hand, so dass meine Handfläche zum Himmel zeigte. Meine Augen weiteten sich, dort wo sich meine Pulsschlagader befand, verlief quer ein tiefer Schnitt. Getrocknetes Blut war an meinem Arm zu erkennen. Nun hob ich meine linke Hand und betrachtet diese. Selbst dort verlief so ein Schnitt. Ich hob den Blick und sah in die Ferne. Ich wollte verstehen, doch kam die Einsicht wie ein schwerer Gegenstand auf mich zu. Die Tatsache riss mich zu Boden. Ich fiel auf die Knie und starrte wie gebannt die Straße hinab. Mein Haar wehte, in diesem Sturm, diesem Sturm aus Hitze und Flammen. War es mir erst jetzt aufgefallen? Das Land, beherrscht von einem Wind aus Feuer. Um mich herum, kein Leben. Die Autos waren vollkommen ausgebrannt, dennoch standen sie dort, als hätte man sie nach einem Unfall einfach stehen lassen. Ein unglaublicher Schmerz ließ mich auf meine Handgelenke schauen. Das Blut rann mir den Arm hinab, als hätte ich mir gerade eben erst ins Fleisch geschnitten. Der Schmerz, erbarmungslos und voller Zorn sich in mich einbrennend, ließ nicht nach. Tränen rannen mir die Wangen hinab. Nun begriff ich.
Dies war meine Strafe. Der ewige Schmerz, die ewige Pein . Die Strafe meines Selbstmordes, die ewige Qual, in der Hölle!
(c) Fail
Eine lange Straße säumte meinen Weg. Die sich unendlich durch das Land schlängelte, wie eine Schlange, ohne Aussicht auf ein baldiges Ende. Sie war bedeckt, mit schwarzem Staub. Asche? Ein verbrannter Geruch lag in der Luft, es roch nach Schwefel. Ich sah mich um, es war nicht kalt, eher warm. Entlang der Straße ragten alte Bäume empor, tot. Die Blätter waren trocken und grau, sich wehrend gegen den aggressiven Wind ,der versuchte sie von ihren Zweigen zu reißen. Als ich meinen Blick gen Himmel richtete sah ich ihn, den Mond. Es war Nacht? Ja, die Dunkelheit, aber dennoch so hell. Er war blutrot, Neumond. Es war ein wunderschöner Anblick, wie er sich am Himmel entlang zog um seinen alltäglichen Platz einzunehmen. Wie ein Gott sah er auf mich herab, ich vernahm ein Kichern. „Warum lachst du?“ ,fragte ich ihn laut. Keine Antwort.
Ich setzte mich in Bewegung, jeder Schritt war ein unglaublicher Schmerz. Aus welchem Grund auch immer, ich war barfuss. Die Straße, sie war warm, fast heiß, doch störte es mich nicht. Der Wind wehte die Asche auf und ließ sie an mir vorbei rennen, voran. Will sie mir den Weg weisen? Ich lief, langsam, aber ich kam voran. Ich sah mich aufmerksam um. Eine öde, ausgestorbene, ja fast verbrannte Landschaft. Diese durchschnitten von einer Straße, die ins Endlose führte. Ich sah Häuser, sie ähnelten denen aus meinem kleinen Dorf, doch waren sie zerfallen, leer, tot. Wo war ich? Ich ging weiter, nicht dem gewappnet, was mich erwarten würde.
Mein Blick fiel auf einen umgestürzten Baum, wobei ich den Kopf schief legte. Er erinnerte mich an etwas. Ich trat näher. Gab es solch einen nicht auch auf der Landstraße, die sich durch unser Dorf zog? Ich hob nachdenklich meinen Blick und sah auf ein Haus. Ein unruhiges Gefühl umklammerte mein Herz. Es war das Haus einer Bekannten. Zerfallen, ausgebrannt und tot. Ich blinzelte mehrfach und drehte mich um. Ich lief weiter die Straße entlang.
Ein kratzendes Geräusch zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich vernahm es, doch konnte ich nicht deuten, woher es kam. Mit einem kurzen Blick über meine Schulter, blieb ich schlagartig stehen und trat einige Schritte zur Seite. Ein Mensch? Niemals. Ein Wesen hinkte an mir vorbei. Langsamen Schrittes. Es war vollkommen schwarz. Es roch widerlich, als würde etwas verfaulen. Die Haut, sie war verbrannt. Jedoch nahm es keine Notiz von mir. Nun viel mein Blick auf den Gegenstand, der dieses kratzende Geräusch verursachte. Eine Axt von einer unmenschlichen Größe. Das Wesen umklammerte den Griff und zog diese hinter sich her. Die Klinge kratzte am Boden. Sie war rostig und getrocknetes Blut befand sich daran. Nun blieb es stehen, nicht weit entfernt von mir und sah auf. Es drehte nur langsam den Kopf zu mir um und musterte mich eindringlich. Wie mochte ich wohl auf dieses Wesen gewirkt haben? Ein Mensch, barfuss, vollkommen schwarz gekleidet.
Das Wesen legte den Kopf schief und sah auf mein Handgelenk. Ich blinzelte, fast blickte ich es fragend an. Das Wesen war näher gekommen. Als ich aufsah, stand es dicht vor mir. Ich blinzelte und ein Würgreiz schüttelte mich. Der Geruch verbrannten Fleisches, ließ mich mehrmals schlucken. Ich wollte mich nicht übergeben. Nicht jetzt. Das Wesen packte meinen Arm, drehte ihn, so dass es auf mein Handgelenk schauen konnte. Ein schwarzes Armband befand sich daran. Eines ,wie man es im Krankenhaus bekam. Ich blickte es verwundert an. Ungeachtet auf das Wesen, verfiel mein Blick sich an dem Armband. Es stand etwas drauf, doch konnte ich es nicht entschlüsseln. Zahlen? Wörter? Was war es für eine Sprache? Ein breites und fieses Grinsen breitet sich auf den verkohlten Lippen des Wesens aus. Es ließ mich los ,drehte sich um und ging weiter. Was war das? Wieso so amüsiert? „Was grinst du?“, rief ich ihm hinterher. Ein grausames Kichern kam als Antwort. Ein grelles Geräusch, das mir in den Ohren schmerzte. Es verschwand.
Ich sah nun wieder auf das Armband, nun jedoch fiel mein Blick auf etwas anderes. Ich drehte meine Hand, so dass meine Handfläche zum Himmel zeigte. Meine Augen weiteten sich, dort wo sich meine Pulsschlagader befand, verlief quer ein tiefer Schnitt. Getrocknetes Blut war an meinem Arm zu erkennen. Nun hob ich meine linke Hand und betrachtet diese. Selbst dort verlief so ein Schnitt. Ich hob den Blick und sah in die Ferne. Ich wollte verstehen, doch kam die Einsicht wie ein schwerer Gegenstand auf mich zu. Die Tatsache riss mich zu Boden. Ich fiel auf die Knie und starrte wie gebannt die Straße hinab. Mein Haar wehte, in diesem Sturm, diesem Sturm aus Hitze und Flammen. War es mir erst jetzt aufgefallen? Das Land, beherrscht von einem Wind aus Feuer. Um mich herum, kein Leben. Die Autos waren vollkommen ausgebrannt, dennoch standen sie dort, als hätte man sie nach einem Unfall einfach stehen lassen. Ein unglaublicher Schmerz ließ mich auf meine Handgelenke schauen. Das Blut rann mir den Arm hinab, als hätte ich mir gerade eben erst ins Fleisch geschnitten. Der Schmerz, erbarmungslos und voller Zorn sich in mich einbrennend, ließ nicht nach. Tränen rannen mir die Wangen hinab. Nun begriff ich.
Dies war meine Strafe. Der ewige Schmerz, die ewige Pein . Die Strafe meines Selbstmordes, die ewige Qual, in der Hölle!
(c) Fail