Rabenmaedchen
"Spider-Man" war erst der Anfang: Der US-Comicverlag Marvel, bei dem nicht nur der Spinnenmann, sondern auch die Abenteuer der "X-Men", der "Fantastischen Vier" und von "Daredevil" erscheinen, hat in den nächsten Jahren Großes vor und will mindestens zehn weitere seiner Superhelden auf die Leinwand bringen.
Erfolge und Flops
Bis jetzt hat der Comicverlag seine Figuren stets an große Hollywood-Studios lizenziert - mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Die bisher je zwei "Spider-Man"- und "X-Men"-Filme wurden große Erfolge, Ang Lees "Hulk"-Verfilmung floppte, "Daredevil" und "Elektra" fielen bei den Kritikern durch.
Insider üben Selbstkritik
Michael Lynton, der Chef von Sony Pictures, sorgte erst vor wenigen Tagen für Wirbel, als er in Bezug auf einfallslose, spezialeffektlastige Blockbuster meinte: "Die Filme scheinen die Erwartungen der Leute einfach nicht mehr zu erfüllen." Das Publikum könne "die schlechten Filme schon von weitem riechen".
Ausgerechnet in einem Jahr, in dem die US-Filmindustrie über massiv sinkende Publikumszahlen klagt, will Marvel nun selbst verstärkt ins Filmgeschäft einsteigen.
525-Millionen-Dollar-Kredit
Dass Marvel Enterprises seit jüngstem Marvel Entertainment heißt, ist nur das äußere Zeichen für die geplante Entwicklung vom Verlag zum Unterhaltungskonzern.
Noch viel aussagekräftiger sind die Kredite in der Höhe von 525 Millionen US-Dollar, die sich Marvel-Chef Avi Arad laut einem Bericht des Branchenblatts "Hollywood Reporter" jetzt gesichert hat, um selbst Filmproduzent zu werden und zehn Titel aus seinem Comic-Universum auf die Leinwand zu bringen.
"Captain America" und der Ameisenmann
"Captain America", die "Avengers", "Nick Fury", "Black Panther", "Ant-Man", "Cloak & Dagger", "Dr. Strange", "Hawkeye", "Power Pack" und "Shang-Chi" sind die mehr oder weniger bekannten Figuren, die ab spätestens 2008 ins Kino kommen sollen.
Budgets von 50 Mio. Dollar aufwärts
Während nach dem heurigen Krisensommer das Schlagwort "Downsizing" in Hollywood ganz und gar nicht mehr verpönt ist, lässt sich Marvel bei den Budgets nicht lumpen.
Zwischen 50 und 165 Mio. US-Dollar sollen die einzelnen Filme kosten, heißt es; sie seien schließlich "Säulen" für die Sommer- oder Weihnachtssaison, so Arad.
Drehbücher bestimmen Zeitplan
Schon ab nächster Woche will Arad Drehbuchautoren mit den zehn Projekten beauftragen; welcher Film zuerst realisiert wird, steht noch nicht fest.
"Keine Figur vor ihrer Zeit. Die Drehbücher werden bestimmen, wer als Erster drankommt", zitiert der "Hollywood Reporter" den Comic-Zaren. Er könne es allerdings kaum erwarten, "Captain America" zu drehen: "Die Story ist toll."
Hoher Profit ...
Mit einem Hollywood-Studio, Paramount, arbeitet man weiter zusammen: Marvel wird die Filme produzieren, Paramount sorgt für Vertrieb und Vermarktung.
Während der Verlag für "Spider-Man" und Co. nur relativ geringe Lizenzzahlungen erhalten hat, winken nun Profite aus der Kinoauswertung, den DVD-Verkäufen, den TV-Rechten, dem Soundtrack und den Merchandising-Produkten.
... bei hohem Risiko
Dafür geht Arad allerdings ein großes Risiko ein. Als Absicherung für den Kredit hat Marvel die Filmrechte aller zehn Figuren eingebracht. Sollten die Filmpläne floppen, könnte der Verlag schon in fünf Jahren diese Rechte verlieren.
Arad ist sich allerdings sicher, dass es nicht so weit kommen wird: "Vertrauen Sie mir. Ich habe dieses Universum mit meinem Leben beschützt."
http://orf.at/050908-91008/index.html
Mein Kommentar: Bitte nicht noch mehr Comic Verfilmungen
Erfolge und Flops
Bis jetzt hat der Comicverlag seine Figuren stets an große Hollywood-Studios lizenziert - mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Die bisher je zwei "Spider-Man"- und "X-Men"-Filme wurden große Erfolge, Ang Lees "Hulk"-Verfilmung floppte, "Daredevil" und "Elektra" fielen bei den Kritikern durch.
Insider üben Selbstkritik
Michael Lynton, der Chef von Sony Pictures, sorgte erst vor wenigen Tagen für Wirbel, als er in Bezug auf einfallslose, spezialeffektlastige Blockbuster meinte: "Die Filme scheinen die Erwartungen der Leute einfach nicht mehr zu erfüllen." Das Publikum könne "die schlechten Filme schon von weitem riechen".
Ausgerechnet in einem Jahr, in dem die US-Filmindustrie über massiv sinkende Publikumszahlen klagt, will Marvel nun selbst verstärkt ins Filmgeschäft einsteigen.
525-Millionen-Dollar-Kredit
Dass Marvel Enterprises seit jüngstem Marvel Entertainment heißt, ist nur das äußere Zeichen für die geplante Entwicklung vom Verlag zum Unterhaltungskonzern.
Noch viel aussagekräftiger sind die Kredite in der Höhe von 525 Millionen US-Dollar, die sich Marvel-Chef Avi Arad laut einem Bericht des Branchenblatts "Hollywood Reporter" jetzt gesichert hat, um selbst Filmproduzent zu werden und zehn Titel aus seinem Comic-Universum auf die Leinwand zu bringen.
"Captain America" und der Ameisenmann
"Captain America", die "Avengers", "Nick Fury", "Black Panther", "Ant-Man", "Cloak & Dagger", "Dr. Strange", "Hawkeye", "Power Pack" und "Shang-Chi" sind die mehr oder weniger bekannten Figuren, die ab spätestens 2008 ins Kino kommen sollen.
Budgets von 50 Mio. Dollar aufwärts
Während nach dem heurigen Krisensommer das Schlagwort "Downsizing" in Hollywood ganz und gar nicht mehr verpönt ist, lässt sich Marvel bei den Budgets nicht lumpen.
Zwischen 50 und 165 Mio. US-Dollar sollen die einzelnen Filme kosten, heißt es; sie seien schließlich "Säulen" für die Sommer- oder Weihnachtssaison, so Arad.
Drehbücher bestimmen Zeitplan
Schon ab nächster Woche will Arad Drehbuchautoren mit den zehn Projekten beauftragen; welcher Film zuerst realisiert wird, steht noch nicht fest.
"Keine Figur vor ihrer Zeit. Die Drehbücher werden bestimmen, wer als Erster drankommt", zitiert der "Hollywood Reporter" den Comic-Zaren. Er könne es allerdings kaum erwarten, "Captain America" zu drehen: "Die Story ist toll."
Hoher Profit ...
Mit einem Hollywood-Studio, Paramount, arbeitet man weiter zusammen: Marvel wird die Filme produzieren, Paramount sorgt für Vertrieb und Vermarktung.
Während der Verlag für "Spider-Man" und Co. nur relativ geringe Lizenzzahlungen erhalten hat, winken nun Profite aus der Kinoauswertung, den DVD-Verkäufen, den TV-Rechten, dem Soundtrack und den Merchandising-Produkten.
... bei hohem Risiko
Dafür geht Arad allerdings ein großes Risiko ein. Als Absicherung für den Kredit hat Marvel die Filmrechte aller zehn Figuren eingebracht. Sollten die Filmpläne floppen, könnte der Verlag schon in fünf Jahren diese Rechte verlieren.
Arad ist sich allerdings sicher, dass es nicht so weit kommen wird: "Vertrauen Sie mir. Ich habe dieses Universum mit meinem Leben beschützt."
http://orf.at/050908-91008/index.html
Mein Kommentar: Bitte nicht noch mehr Comic Verfilmungen