Rabenmaedchen
Die Schöpfer des Klonschafes Dolly haben sechs menschliche Embryonen erzeugt, ohne dabei Spermien zur Befruchtung einzusetzen, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Wie der Gentechniker Paul de Sousa vom Roslin-Institut in Edinburgh gestern mitteilte, handelt es sich um künstlich hervorgerufene Teilungen von Eizellen.
Die so genannte Jungfrauenzeugung oder Parthenogenese soll nach den Wunschvorstellungen der Forscher eines Tages dazu dienen, serienmäßig Stammzellen zu erzeugen und damit die Grundlage für die gezielte Produktion von menschlichem Gewebe oder Organen zu schaffen.
In sechs Fällen erfolgreich
Die Forscher aus Edinburgh verwendeten nach eigenen Angaben 300 Eizellen. In sechs Fällen gelang es ihnen, die Eizellen zur Teilung anzuregen. Die Embryonen im frühesten Entwicklungsstadium wuchsen dann zu Zellklumpen mit bis zu 50 Zellen heran. Das reicht nach Angaben De Sousas nicht aus, um Stammzellen zu produzieren.
Vielmehr müssten sich die Embryonen mindestens bis ins 100-Zellen-Stadium weiterentwickeln. Eine vollständige Entwicklung bis zur Austragung eines Babys ist in Edinburgh nicht geplant und nach britischem Recht auch verboten. Die Forscher wollen aber weiter daran arbeiten, die Verdopplung von Eizellen für die Erzeugung von Stammzellen zu nutzen.
Mit "Dolly" zum Weltruhm
Das Roslin-Institut wurde im Juli 1996 weltbekannt, weil dort mit dem Klonschaf Dolly erstmals ein hoch entwickeltes Lebewesen geklont worden war. Dolly musste vor zwei Jahren wegen einer unheilbaren Lungenkrankheit eingeschläfert werden, wie sie in der Regel erst bei älteren Tieren auftritt.
http://orf.at/ticker/193336.html?tmp=8366
Oh Ethik... Wo bist du geblieben?
unimportant
find das ganz schön krass... erlich gesagt glaub ich nich dass die wissenschaftler nich plahnen, weiter menschen zu klonen sonst würde das ganze ja nichts nützen. auf der welt verhungern 100000 oder wiviele kinder und die klonen welche. man so.lte das geld was die da in ihre forschungsarbeit stecken lieber an die kindernothilfe spenden

ich bin da total dagegen, weil gott sowas eh viel besser hinkrigt als wir menschen. da war doch mal mind. ein geklontes baby, was aber glaub ich noch mit sperma geklont wurde oder? kennsch du dich mit dem thema aus? würd mich mal interressieren.
micha
@unimportant
Ja, Gott kann das viel besser
Stammzellenforschung okay. Wenn man damit Menschen heilen kann, dann ist es gut. Aber meines Wissens lassen sich Stammzellen auch auf anderem Wege gewinnen. Dazu muss man keine Menschen klonen oder Embryonen "ausschlachten".
Albert Schweitzer hat folgendes kurz vor seinem Tod gesagt. Ein bemerkenswerter Text:
"Ich rufe die Menschheit auf zur Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben. Diese Ethik macht keinen Unterschied zwischen wertvollerem und weniger wertvollem, höherem und niederem Leben. Sie lehnt eine solche Unterscheidung ab. Denn der Versuch, allgemeingültige Wertunterschiede zwischen den Lebewesen anzunehmen, läuft im Grunde darauf hinaus, sie danach zu beurteilen, ob sie uns Menschen nach unserem Empfinden näher oder ferner zu stehen scheinen. Das aber ist ein ganz subjektiver Maßstab. Wer von uns weiß denn, welche Bedeutung das andere Lebewesen an sich und im Weltganzen hat? Die Konsequenz dieser Unterscheidung ist dann die Ansicht, dass es wertloses Leben gebe, dessen Vernichtung oder Beeinträchtigung erlaubt sei. [...] Als böse gilt nun: Leben schädigen oder vernichten, entwickelbares Leben in der Entwicklung hindern." (
Quelle )
Manche Forscher sehen offensichtlich einen embryonalen Zellhaufen als lebensunwertes Leben an. Daraus würde aber ein Mensch werden. Niemand hat das Recht, werdendes Leben zu vernichten.
Rabenmaedchen
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Original von micha
Aber meines Wissens lassen sich Stammzellen auch auf anderem Wege gewinnen. Dazu muss man keine Menschen klonen oder Embryonen "ausschlachten".
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Ja kann man. Aus dem Blut aus der Nabelschnur. Nur muss man dafür zahlen, dass dieses Blut "aufgehoben" wird.
micha
Und wenn schon. Was ist in dem Falle schon Geld.
raVen
Ich begreife eure reaktionen und ich bin auch überzeugt, dass die ganze klonerei dazu verleitet, den vorgang zu missbrauchen, bzw. um Menschen zu klonen angewandt werden könnte... allerdings muss ich zugeben, dass es viele dinge gibt, die gut gemeint waren aber sich später als negativ herausgestellt haben... beispielsweise atom-kraft... es ist eine unglaubliche energie- bzw. stromquelle... den nachteil brauche ich, denk ich, nicht zu erwähnen... aber was ich damit sagen will: man tendiert dazu entweder nur die nachteile zu sehen oder etwas nach den nachteilen fertig zu machen... denn die stammzellenforschung hat sicher auch vorteile: indem gewisse innere organe synthetisch hergestellt werden können, kann man beispielsweise krebsbefallene organe auswechseln...
desweiteren stimme ich micha zu mit seinem zitat... heilen gut, schädigen nein... obwohl dann eine definitionsschwierigkeit auftaucht und zwar ab wo man den beginn eines menschenlebens setzt... bereits bei spermien und eizellen? (dann wäre onanieren ja kindsmord; also eher nicht), gerade bei der befruchtung (einzelliger organismus), nach einigen wochen (der embryo sieht dann noch nicht nach einem menschen aus), wenn das herz zu schlagen beginnt oder die gehirnaktivität anläuft, oder schliesslich erst bei der geburt... das ist ganz sicher auch ein problem und ich bin mir selber noch nicht schlüssig, wo man den beginn setzen kann, aber sicher nicht erst bei der geburt selbst...
edit:
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Original von micha
Und wenn schon. Was ist in dem Falle schon Geld. |
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naja, wenn einem die mittel fehlen um z.b. eine erbkrankheit (wo man jetzt wirklich nichts dafür kann; es gibt es ja, dass irgendwelche organe bereits in der DNA zur schlechten funktion verdammt sind) zu kurieren mit hilfe der stammzellenforschung... wie sollte einem das sonst ermöglicht werden, wenn das geld nur noch zum sterben reicht? es ist sicher einfach so was zu sagen, micha, und es zu verallgemeinern... aber es gibt sicher auch immer fälle, wo es richtig wäre, damit leben zu retten
micha
Du hast mich missverstanden
Man kann Stammzellen durch Klonen erhalten, man findet sie aber auch im Blut der Nabelschnur (aber meines Wissens lassen sich aber neuerdings auch einfache Körperzellen durch rein chemische Tricks zu Stammzellen "ummodeln", denn in jeder Zelle ist ja das komplette Erbgut erhalten). RM hat eingewandt, dass so eine Aufbewahrung Geld kostet - klar, die Zellen müssen in eine tiefkalte Umgebung gebracht und mit einem ausfallsicheren Kühlsystem geschützt werden. Aber: Geld kann doch hier keine Rolle spielen. Klonungsforschung kostet auch Millionen. Die kann man auch anders anlegen. An Geld sollte es nie scheitern. Das Retten von Leben - wie du schon sagtest - erst recht nicht.
Ich find die Frage, ab wann Leben menschlich ist, gar nicht so schwer. Eine Samenzelle ist mit dem enthaltenen Erbgut nicht lebensfähig. Ich denke, menschliches Leben beginnt mit der Befruchtung der Eizelle. Denn ab jetzt wird, wenn man nicht eingreift, ein Mensch entstehen. Man hat in meinen Augen ab diesem Zeitpunkt kein Recht mehr, sich in dessen Leben einzumischen. Dieser werdende Mensch könnte leben, und er hat wie wir seine Chance verdient. Wir leben auch nur deswegen, weil man sie uns gab. Wo will man ernsthaft eine Grenze zwischen "menschlich" und "irgendwas" setzen? Nein, solche Gedanken sind sogar ziemlich gefährlich - in meinen Augen.
Meistens hat die Schöpfung gelitten, wenn der Mensch in sie eingegriffen hat. Dolly hat sich am Ende ihres kurzen Lebens gequält. Wir sollten aufhören, Gott zu spielen.