marron-kusakabe
Was sie von ihm wollte, wusste sie eigentlich auch nicht aber sie musste ihn einfach ansprechen, wollte dass seine braunen Augen sie anschauten, wollte das er mit seiner weichen und warmen Stimme irgendetwas sagte. Zu ihr.
,,He, du?" Jetzt hatte sie ihn tatsächlich angesprochen. Und...
er drehte sich zu ihr um. ,,Ja?" sagte seine Stimme verwundert. Sie wurde rot und fing an zu stammeln, hörte sich so etwas wie, ähm....ähm....ich... wollte eigentlich...' sagen doch da war dieses Mädchen wieder an ihn heran getreten und fragte ihn etwas. Er wandte seine Aufmerksamkeit dem blonden Mädchen zu. Sprach zu ihr mit seiner warmen Stimme, schaute sie an, mit seinen schönen Augen.
Sie musste schlucken, das war einfach nicht fair. Warum sie??? Warum sie?!
Es war so gemein. Sie schluckte ihre Tränen hinunter und rannte fort, wohin wusste sie nicht, nur fort von ihm. Weg. Weit weg. Dorthin wo es dieses blonde Mädchen nicht gab, dorthin wo er zu ihr gehörte. Doch diesen Ort gab es nicht. Das wusste sie genau. Nicht für sie beide, niemals.
Sie wurde langsamer. Dann blieb sie an einer Brücke stehen. Schaute ins Wasser. Wassertropfen fielen ins Wasser. Regnete es? Nein, es waren ihre Tränen die ins Wasser fielen. Die kleinen Kreise, die ihre Tränen zogen, ließen ihr Spiegelbild im Wasser verschwimmen. Lauter kleine Wellen. Immer weiter, weiter, weiter. Sie wandte ihren Blick vom Wasser ab. Schaute in den Himmel. Kleine weiße Wölkchen auf blauen Hintergrund. Normalerweise fand sie das immer faszinierend und schön. Doch heute war nicht ‚Normalerweise'. Heute war ‚Schrecklich'. Heute war ‚Unfair'. Heute war ‚Einsamkeit'. Heute war ‚Traurig'. Heute war ‚Verzweiflung'. Sie schüttelte ihren Kopf, nein nicht denken, einfach nicht denken. Nicht an ihn, nicht jetzt. Doch sie konnte es nicht verhindern, musste denken, an ihn. Wieder fielen Tränen in das klare Bachwasser, lautlos, stumm.
Still und schweigend weinte sie in sich hinein. Niemand sollte es sehen. Niemand sollte es hören. Kein einziger. Sie war doch stark. Sie brauchte niemanden. Doch dabei war sie in Wirklichkeit einsam, sehr einsam. Keine Freunde. Warum also Leben? Sie wusste es nicht. Sollte sie für ihn leben? Bestimmt nicht, redete sie sich ein. Er war so weit weg von ihr, unnahbar, unerreichbar.
Er und sie, das war wie Eis und Feuer oder wie Sonne und Mond oder wie Tag und Nacht.
Nie möglich zusammen zu sein. Sie schluchzte wieder. Sie wollte nicht mehr weinen, nie wieder. Nie wieder fühlen, Trauer, Schmerz. Wozu gab es Gefühle? Sie wollte keine. Gefühle waren schrecklich. Gefühle waren Folter. Sie waren Leid und Qual. Mehr hatte sie nie gefühlt. Was sollte schon das Wort
’Freundschaft' bedeuten oder ‚Glücklich' oder ‚Liebe' .Das waren für sie nur Wörter. Nichts was sie jemals gefühlt hatte. Fühlen würde. Nichts was das Leben lebenswert machen würde wenn sie das fühlen würde.Also geh deinen Wag allein. Du warst es schließlich schon immer, wirst es immer bleiben, sagte sie sich. Kein Mensch liebt dich, warum solltest du die Menschen lieben, sie verlassen dich nur oder lassen dich im Stich. Alleine sein ist nicht schlimm. Niemand kann dir wehtun, dich verletzten.
Dich betrügen.
Es war besser allein zu sein. Viel besser. Es machte ihr nichts aus. Warum auch?
Sie hörte jemanden hinter sich lachen. Drehte sich um. Es war ein Paar das eng umschlungen über die Brücke lief. Erst lachten sie, dann küssten sie sich und ihre Gesichter strahlten. Nannte man dies Liebe? Sollte solch albernes Getue für Menschen wichtig sein? Sie schüttelte den Kopf. Nein. Bestimmt nicht. Niemals. Es war besser sie wusste es nicht. Dieses Gefühl. Liebe. Was war schon Liebe?
Eine Emotion, ein Gefühl, na und? Niemand hatte sie je dieses Wort spüren lassen. Warum also lieben?
Vergiss es Mädchen, du wirst nie wissen was ‚Lieben' heißt, sagte sie sich wieder. Sie wollte es auch nicht. Es würde sie nur schwach machen. Sie aber war stark. Nicht verletzlich. Nie wieder Emotionen zeigen. Nur so würde sie es aushalten.
Nicht anders. Nie. Niemals.
(c) marron kusakabe
,,He, du?" Jetzt hatte sie ihn tatsächlich angesprochen. Und...
er drehte sich zu ihr um. ,,Ja?" sagte seine Stimme verwundert. Sie wurde rot und fing an zu stammeln, hörte sich so etwas wie, ähm....ähm....ich... wollte eigentlich...' sagen doch da war dieses Mädchen wieder an ihn heran getreten und fragte ihn etwas. Er wandte seine Aufmerksamkeit dem blonden Mädchen zu. Sprach zu ihr mit seiner warmen Stimme, schaute sie an, mit seinen schönen Augen.
Sie musste schlucken, das war einfach nicht fair. Warum sie??? Warum sie?!
Es war so gemein. Sie schluckte ihre Tränen hinunter und rannte fort, wohin wusste sie nicht, nur fort von ihm. Weg. Weit weg. Dorthin wo es dieses blonde Mädchen nicht gab, dorthin wo er zu ihr gehörte. Doch diesen Ort gab es nicht. Das wusste sie genau. Nicht für sie beide, niemals.
Sie wurde langsamer. Dann blieb sie an einer Brücke stehen. Schaute ins Wasser. Wassertropfen fielen ins Wasser. Regnete es? Nein, es waren ihre Tränen die ins Wasser fielen. Die kleinen Kreise, die ihre Tränen zogen, ließen ihr Spiegelbild im Wasser verschwimmen. Lauter kleine Wellen. Immer weiter, weiter, weiter. Sie wandte ihren Blick vom Wasser ab. Schaute in den Himmel. Kleine weiße Wölkchen auf blauen Hintergrund. Normalerweise fand sie das immer faszinierend und schön. Doch heute war nicht ‚Normalerweise'. Heute war ‚Schrecklich'. Heute war ‚Unfair'. Heute war ‚Einsamkeit'. Heute war ‚Traurig'. Heute war ‚Verzweiflung'. Sie schüttelte ihren Kopf, nein nicht denken, einfach nicht denken. Nicht an ihn, nicht jetzt. Doch sie konnte es nicht verhindern, musste denken, an ihn. Wieder fielen Tränen in das klare Bachwasser, lautlos, stumm.
Still und schweigend weinte sie in sich hinein. Niemand sollte es sehen. Niemand sollte es hören. Kein einziger. Sie war doch stark. Sie brauchte niemanden. Doch dabei war sie in Wirklichkeit einsam, sehr einsam. Keine Freunde. Warum also Leben? Sie wusste es nicht. Sollte sie für ihn leben? Bestimmt nicht, redete sie sich ein. Er war so weit weg von ihr, unnahbar, unerreichbar.
Er und sie, das war wie Eis und Feuer oder wie Sonne und Mond oder wie Tag und Nacht.
Nie möglich zusammen zu sein. Sie schluchzte wieder. Sie wollte nicht mehr weinen, nie wieder. Nie wieder fühlen, Trauer, Schmerz. Wozu gab es Gefühle? Sie wollte keine. Gefühle waren schrecklich. Gefühle waren Folter. Sie waren Leid und Qual. Mehr hatte sie nie gefühlt. Was sollte schon das Wort
’Freundschaft' bedeuten oder ‚Glücklich' oder ‚Liebe' .Das waren für sie nur Wörter. Nichts was sie jemals gefühlt hatte. Fühlen würde. Nichts was das Leben lebenswert machen würde wenn sie das fühlen würde.Also geh deinen Wag allein. Du warst es schließlich schon immer, wirst es immer bleiben, sagte sie sich. Kein Mensch liebt dich, warum solltest du die Menschen lieben, sie verlassen dich nur oder lassen dich im Stich. Alleine sein ist nicht schlimm. Niemand kann dir wehtun, dich verletzten.
Dich betrügen.
Es war besser allein zu sein. Viel besser. Es machte ihr nichts aus. Warum auch?
Sie hörte jemanden hinter sich lachen. Drehte sich um. Es war ein Paar das eng umschlungen über die Brücke lief. Erst lachten sie, dann küssten sie sich und ihre Gesichter strahlten. Nannte man dies Liebe? Sollte solch albernes Getue für Menschen wichtig sein? Sie schüttelte den Kopf. Nein. Bestimmt nicht. Niemals. Es war besser sie wusste es nicht. Dieses Gefühl. Liebe. Was war schon Liebe?
Eine Emotion, ein Gefühl, na und? Niemand hatte sie je dieses Wort spüren lassen. Warum also lieben?
Vergiss es Mädchen, du wirst nie wissen was ‚Lieben' heißt, sagte sie sich wieder. Sie wollte es auch nicht. Es würde sie nur schwach machen. Sie aber war stark. Nicht verletzlich. Nie wieder Emotionen zeigen. Nur so würde sie es aushalten.
Nicht anders. Nie. Niemals.
(c) marron kusakabe