8 Monate Internetliebe - Das erste Treffen

Spacekid
Um den Sinn meiner Liebesgeschichte zu verstehen, ist ein bisschen Hintergrundwissen vorausgesetzt.

Ich habe meine Freundin in einem Forum kennengelernt (November 2003), wir kamen im ICQ ins Gespräch. Die Lawine begann zu rollen, die ersten zwei Monate merkten wir nicht viel, aber irgendwie vermisste ich sie, wenn wir nicht chatteten. Ich hatte nebenbei auch eine Beziehung und wollte nicht wahrhaben, dass ich mich in ein Mädel verliebt hab, das 200 km entfernt wohnt. Sie hatte auch mal einen Freund und so haben wir uns oft gegenseitig wehgetan. Oft dachten wir ans Aufgeben. Kurz vor dem Urlaub wurde alles so total harmonisch. Das war Ende Juli 2004. Sie hat sich sehr verändert und sagte, sie hätte alles nur getan, um mir zu gefallen. Und sie gefiel mir, sie gefiel mir sehr und gefällt mir heute noch sehr.

Im Urlaub spielte irgendwie das Schicksal mit. Ich war mit meinen Eltern dort. Meine Mutter und Ich waren einen Abend zuvor in einem Restaurant. Mein Vater blieb lieber im Apartment. Ich aß ein Beefsteak und sie einen Fischteller. Einen Tag später wollten wir zum Strand, aber meine Mutter konnte nicht... leichte Fischvergiftung, gekennzeichnet durch Übelkeit und allgemeines Unwohlsein. So blieb meinem Vater und mir nichts anderes übrig, als alleine an den Strand zu gehen. Am Strand angekommen sprach mich mein Vater darauf an, ob ich nicht eine neue Freundin in Aussicht hätte. Ich geriet ins Stocken, doch habe es geschafft, ihm alles so verständlich es geht, mit meiner Internetliebe zu erklären. Wir waren zu dem Zeitpunkt nicht zusammen, weil wir uns noch nicht gesehen hatten. Mein Vater sah eine Möglichkeit, wie wird uns face to face sehen könnten. Denn er hatte eine Geschäftsreise nach Köln, und Mülheim (die Stadt, wo mein Schatz wohnt) lag GENAU auf dem Weg dahin. Das war natürlich ein Anlass zur Freude. Da ich im Ausland war, konnte ich sie telefonisch nicht erreichen, da mein Handy keinen Empfang hatte. Also wartete ich noch sieben Tage bis der Urlaub zuende ging. Gleich auf der Rückfahrt sehnte ich mich nachhause um ihr vom Internet aus ne SMS zu schreiben. Und kurz nachdem ich die SMS abschickte, klingelte mein Handy. Es war Alessa!
Man konnte hören, dass sie sich wahnsinnig freute. Einen Tag später fuhr auch sie aus ihrem Urlaub (wir waren fast zur identischen Zeit im Urlaub) zurück und wir chatteten wieder. Die Harmonie kennte keine Grenzen und es ging weiter. Wir warteten, wir warteten auf den Stichtag, den 30. August. An dem Tage sollten wir uns sehen.
Vier Tage vorher starb mein Großvater, aber ich hatte mehr Erleichterung als Trauer. Denn der arme Mann war schwerkrank und ich war etwas froh, dass er von seinen Schmerzen befreit wurde. Es war für viele sowieso klar, dass er nicht mehr durchkommt. Getrauert wurde schon vor seinem Tod. Das war genau einen Tag vor dem eigentlichen Stichtag.

Ich war sehr sehr nervös. In der Nacht konnte ich kaum schlafen, alles drehte sich nur um den nachfolgenden Tag. Ich schlief etwa fünf Stunden lang und stand am nächsten Tag auf, duschte mich etc.
Als wir losgefahren sind, wurde ich immer nervöser. Mein Vater empfahl mir etwas Schlaf, aber ich konnte aufgrund der Nervosität kaum schlafen. Wir kamen dem Ziel immer näher, mein Herz klopfte bis zum Hals, als das Schild der Autobahnausfahrt "Duisburg-Wedau" kam. Dann parkte mein Vater kurz vor dem Wohnhaus. Kaum stieg ich aus dem Auto, stand sie da... Wir beide blieben für einen Moment wie angewurzelt stehen... wir kamen uns langsam immer näher, in diesem Moment war die Nervosität auf dem Höhepunkt. Als wir uns nah genug waren, vielen wir uns beide in die Arme. Sie war hübscher, als ich es je gedacht hatte. Ich hatte Angst, es würde nicht klappen, doch wir haben uns geküsst, es kam auch schon zu Intimitäten (in Form von Heavy Petting).. Der Rest kam erst bei den nächsten Treffen. Danach bin ich schon mit dem Zug zu ihr gefahren. Dank meiner Überredungskünste, vorher hätten es meine Eltern nicht erlaubt.

Fazit:
Hätte meine Mutter damals nicht den schlechten Fisch gegessen, würde mein Vater nicht am Strand das typische Vater-Sohn Sexgespräch angefangen und die Beziehung stünde in den Sternen. Ich bin froh wie es gekommen ist. Bald sind wir acht Monate lang zusammen smile
mueller_thurgau
Das Schicksal hat seine Wendung genommen, wohl in die positive Richtung. smile
Maya
voll schoen , wuensche euch noch viel glueck Herz
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