mueller_thurgau
Es war der November 1967 und ich war in der Oberstufe einer Ostberliner Mittelschule. Ich erinnere mich, dass wir im selben Geographiekurs waren. Eines Tages sollte ich ein Referat über die Landschaftsform des Kaukasus halten.
Lisa (eigentlich: Elisabeth) saß in der ersten Reihe. Sie war mir als sehr attraktive und hübsche Frau bekannt. Weiter bin ich nicht auf sie eingegangen.
Doch als ich das Referat hielt, schaute ich plötzlich auf sie, unbemerkt.
So schauten wir uns sehr intensiv in die Augen, sodass mir schon heiß und kalt wurde. Mir war die Reaktion des Kurses auf das Referat im Übrigen auch egal, denn meine Gedanken waren zu diesem Zeitpunkt woanders.
Ich habe nicht eingesehen, dass es so schnell "Klick" machen kann. Einen Monat lang ging es so, wir haben Blickkontakt aufgenommen, aber nicht miteinander gesprochen. Nur ganz wenige Male und auch da waren es nicht mehr als ein paar Sätze. Nach einem Monat wollte ich einen Fortschritt wagen und ihr eine Liebeserklärung schreiben.
Diese sah dann so aus: (Originaltext abgetippt! Ich habe den Brief bis zum heutigen Tage aufbewahrt)
Zwei Tage später kam sie zu mir und sagte, dass sie sich nichts vorstellen könnte, da keine Gefühle vorhanden wären. Das war kurz vor Beginn der Weihnachtsferien. Verständlicherweise war ich - auch am heiligen Abend - am Boden zerstört und lustlos. Doch kurz vor Silvester kam sie zu mir. Da blieb mir die Luft weg, sie kam einfach zu mir nach Hause. Sie wollte mit mir sprechen und beteuerte, dass sie eine Fehlentscheidung getroffen hätte. Sie war im Gefühlschaos, da sie als attraktive Frau ziemlich "begehrt" war. Am selben Abend sind wir uns auch näher gekommen. 1,5 Jahre vergingen bis auch die Hochzeitsglocken läuteten. Es war zweiffellos die große Liebe und ich liebe meine Lisa auch heute noch wie vor fast 40 Jahren. Daran hat sich nichts geändert, daran wird sich nichts ändern. Wir haben uns geschworen, dass wir uns bis zum letzten Atemzug des Lebens lieben werden.
Wir sind bald seit 36 Jahren verheiratet und haben zwei wundervolle Kinder, die jetzt schon lebenslustige, erwachsene Leute sind.
Ich blicke auf die alten Zeiten zurück, da wird mir warm ums Herz. Und ich freue mich auf die Zeiten, die noch kommen werden, auch wenn es unseren Lebensabend bedeutet. Diesen werden wir uns gegenseitig verschönern, denn nach unserer schicksalhaften Begegnung sind wir uns sicher, dass wir auch nur füreinander geschaffen sind.
Auf die ewige Liebe
Lisa (eigentlich: Elisabeth) saß in der ersten Reihe. Sie war mir als sehr attraktive und hübsche Frau bekannt. Weiter bin ich nicht auf sie eingegangen.
Doch als ich das Referat hielt, schaute ich plötzlich auf sie, unbemerkt.
So schauten wir uns sehr intensiv in die Augen, sodass mir schon heiß und kalt wurde. Mir war die Reaktion des Kurses auf das Referat im Übrigen auch egal, denn meine Gedanken waren zu diesem Zeitpunkt woanders.
Ich habe nicht eingesehen, dass es so schnell "Klick" machen kann. Einen Monat lang ging es so, wir haben Blickkontakt aufgenommen, aber nicht miteinander gesprochen. Nur ganz wenige Male und auch da waren es nicht mehr als ein paar Sätze. Nach einem Monat wollte ich einen Fortschritt wagen und ihr eine Liebeserklärung schreiben.
Diese sah dann so aus: (Originaltext abgetippt! Ich habe den Brief bis zum heutigen Tage aufbewahrt)
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mit diesen Zeilen möchte ihr dir so einiges gestehen. Dir ist sicher nicht entgangen, wie ich dich anschaue. Weißt du, dass es das erste Mal für mich ist, dass ich richtig den Drang verspüre, einer Frau so nah sein zu wollen. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass es mich innerlich glücklich macht, wenn ich dich sehe. Ich schreibe dir diesen Brief, weil ich in der Form meine Gedanken besser ordnen kann, als wenn sie aufgrund der Nervosität im Nirwana verschwinden. Aber mein Wunsch ist, dich näher kennenzulernen. Ich hoffe, dass du auch bereit bist, mich näher kennenzulernen. Ich würde mich sehr freuen. Liebe Grüße, Hans |
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Zwei Tage später kam sie zu mir und sagte, dass sie sich nichts vorstellen könnte, da keine Gefühle vorhanden wären. Das war kurz vor Beginn der Weihnachtsferien. Verständlicherweise war ich - auch am heiligen Abend - am Boden zerstört und lustlos. Doch kurz vor Silvester kam sie zu mir. Da blieb mir die Luft weg, sie kam einfach zu mir nach Hause. Sie wollte mit mir sprechen und beteuerte, dass sie eine Fehlentscheidung getroffen hätte. Sie war im Gefühlschaos, da sie als attraktive Frau ziemlich "begehrt" war. Am selben Abend sind wir uns auch näher gekommen. 1,5 Jahre vergingen bis auch die Hochzeitsglocken läuteten. Es war zweiffellos die große Liebe und ich liebe meine Lisa auch heute noch wie vor fast 40 Jahren. Daran hat sich nichts geändert, daran wird sich nichts ändern. Wir haben uns geschworen, dass wir uns bis zum letzten Atemzug des Lebens lieben werden.
Wir sind bald seit 36 Jahren verheiratet und haben zwei wundervolle Kinder, die jetzt schon lebenslustige, erwachsene Leute sind.
Ich blicke auf die alten Zeiten zurück, da wird mir warm ums Herz. Und ich freue mich auf die Zeiten, die noch kommen werden, auch wenn es unseren Lebensabend bedeutet. Diesen werden wir uns gegenseitig verschönern, denn nach unserer schicksalhaften Begegnung sind wir uns sicher, dass wir auch nur füreinander geschaffen sind.
Auf die ewige Liebe
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