Mättes
29.03.2005
Widerlegung der These: „Es geht mir schlecht!“
Es ist kurz nach Mitternacht. Ich gehe in die Küche, hol mir einen Joghurt aus dem Kühlschrank und esse ihn auf. Ein scheinbar unbedeutendes Ereignis, aber nur scheinbar. Bei ein wenig Nachdenken fällt einem nämlich auf, dass sich dahinter das schlimmste Verbrechen verbirgt, das ein Mensch überhaupt begehen kann.
Der Joghurt, der sich in nun meinem Magen befindet und der vor wenigen Minuten noch im Kühlschrank und vor einer Woche noch im Supermarkt stand, kommt nämlich nicht von alleine dorthin: Er musste zuvor von einer Fabrik zum Supermarkt transportiert und die Bestandteile, aus denen er gemacht worden ist (also Milch, Becher, Deckel,…) wiederum von irgendwoher zur Fabrik transportiert werden. Die LKWs die für den Transport verwendet werden, produzieren Abgase und geben sie an die Luft ab. Wenn Jenny also atmet, atmet sie also nicht nur Luft ein, sondern auch gleichzeitig die krebserregenden Schadstoffe, die durch die Emissionen der LKWs entstehen, wodurch sie irgendwann an Krebs erkranken und qualvoll daran sterben könnte! Und das ist dann alles allein meine Schuld!
Jeder Mensch mit ein wenig Sinn für Gerechtigkeit würde nun eine einigermaßen angemessene Bestrafung für dieses unvorstellbar schreckliche Verbrechen fordern. Doch davon kann in meinem Fall nicht die Rede sein, denn mein Leiden ist im Vergleich zu dem grausamen Verbrechen, das ich begangen habe, geradezu lächerlich und wenn ich ehrlich bin, geht es mir einfach nur viel zu gut.
Die These „Es geht mir schlecht!“ ist somit widerlegt!
Unerträglich bleibt mein Leben dennoch – aufgrund des unendlich großen Mangels an Gerechtigkeit.
Widerlegung der These: „Es geht mir schlecht!“
Es ist kurz nach Mitternacht. Ich gehe in die Küche, hol mir einen Joghurt aus dem Kühlschrank und esse ihn auf. Ein scheinbar unbedeutendes Ereignis, aber nur scheinbar. Bei ein wenig Nachdenken fällt einem nämlich auf, dass sich dahinter das schlimmste Verbrechen verbirgt, das ein Mensch überhaupt begehen kann.
Der Joghurt, der sich in nun meinem Magen befindet und der vor wenigen Minuten noch im Kühlschrank und vor einer Woche noch im Supermarkt stand, kommt nämlich nicht von alleine dorthin: Er musste zuvor von einer Fabrik zum Supermarkt transportiert und die Bestandteile, aus denen er gemacht worden ist (also Milch, Becher, Deckel,…) wiederum von irgendwoher zur Fabrik transportiert werden. Die LKWs die für den Transport verwendet werden, produzieren Abgase und geben sie an die Luft ab. Wenn Jenny also atmet, atmet sie also nicht nur Luft ein, sondern auch gleichzeitig die krebserregenden Schadstoffe, die durch die Emissionen der LKWs entstehen, wodurch sie irgendwann an Krebs erkranken und qualvoll daran sterben könnte! Und das ist dann alles allein meine Schuld!
Jeder Mensch mit ein wenig Sinn für Gerechtigkeit würde nun eine einigermaßen angemessene Bestrafung für dieses unvorstellbar schreckliche Verbrechen fordern. Doch davon kann in meinem Fall nicht die Rede sein, denn mein Leiden ist im Vergleich zu dem grausamen Verbrechen, das ich begangen habe, geradezu lächerlich und wenn ich ehrlich bin, geht es mir einfach nur viel zu gut.
Die These „Es geht mir schlecht!“ ist somit widerlegt!
Unerträglich bleibt mein Leben dennoch – aufgrund des unendlich großen Mangels an Gerechtigkeit.